Geberit-Gruppe verzeichnet 1999 Rekordergebnis
Die in der Sanitärtechnik tätige Geberit-Gruppe hat im Geschäftsjahr 1999 ihren Gewinn deutlich gesteigert. Das Nettoergebnis kletterte um 45,2 Prozent auf 54,3 Mio. Franken, wie das Unternehmen am Mittwoch (29.03.) bekannt gab.
Die Geberit-Gruppe hat das Jahr ihres Börsenganges mit einem Rekordresultat abgeschlossen. Der in der Sanitärtechnik tätige Konzern hat 1999 den Nettogewinn um 45,2 Prozent auf 54,3 Mio. Fr. verbessert. Für das laufende Jahr wird erneut ein markanter Zuwachs erwartet.
1999 war ein wichtiger Meilenstein für die in Jona SG ansässige Geberit: «Mit dem Börsengang im Juni haben wir den Wandel zur Publikumsgesellschaft vollzogen und zugleich das erfolgreichste aller bisherigen Geschäftsjahre erlebt», erklärte Konzernchef Günter F. Kelm am Mittwoch (29.03.) vor den Medien in Zürich.
Das Unternehmen hat 1999 den Umsatz um 15,4 Prozent auf 1,19 Mrd. Fr. erhöht und damit die Wachstumsrate von 9,6 Prozent in den vergangenen 10 Jahren deutlich übertroffen. Die im Februar 1999 gekaufte britische Caradon Terrain war für 6,6 Prozent der Mehrverkäufe verantwortlich.
Noch stärker als der Umsatz stiegen die Gewinne: Finanzchef Rudolf Huber führte die Verbesserung des Betriebsergebnisses um 25,6 Prozent auf 176,4 Mio. Fr. auf tiefere Materialpreise und vermehrte Eigenfertigung zurück. Der Generalversammlung wird vorgeschlagen, die Dividende von 5 auf 8 Fr. zu erhöhen.
Zwei Drittel des Geschäftsumsatzes erzielte die in den Bereichen Installationsysteme, Wasserversorgung, Abwassersysteme, Spülsysteme
und Dusche/WC aktive Geberit im Sektor Renovation und Modernisierung. Damit ist der Konzern nach Angaben Kelms praktisch icht mehr von den Zyklen der Bauwirtschaft abhängig.
Schulden zurückbezahlt
Die guten Ergebnisse ermöglichten Geberit, Altlasten zurückzubezahlen. 1997 hatte die Besitzerfamilie Gebert ihr Unternehmen an die britische Investorengruppe Doughty Hanson eräussert, um es später an die Börse zu bringen. Die vorwiegend mit fremden Mitteln finanzierte Transktion belastete die Geberit- Bilanz mit über 1 Mrd. Fr. Schulden. 1999 zahlte Geberit weitere
186 Mio. Fr. zurück, sodass die Schulden jetzt noch 516,5 Mio. Fr. betragen.
Für das laufende Jahr zeigte sich der Unternehmenschef zuversichtlich. Er erwartet eine Umsatzsteigerung von 6 bis 8 Prozent und erneut eine «ganz erhebliche» Verbesserung des Nettoergebnisses. Künftig will der europäische Marktführer, der sein Geschäft vor allem auf Deutschland, Italien, die Schweiz und Grossbritannien konzentrierte, vermehrt in Spanien, Portugal, Mittel- und Osteuropa sowie in Fernost und den USA tätig werden.
swissinfo und Agenturen
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