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General Motors streicht Stellen – eventuell auch in der Schweiz

Mit massiven Stellenstreichungen und dem Abbau von Überkapazitäten will der US-Autobauer General Motors (GM) wieder auf Erfolgskurs kommen. Auch Arbeitsplätze in der Schweiz werden überprüft.

GM-Chef Richard Wagonner kündigte am Dienstag (12.12.)in Detroit an, im Rahmen eines gross angelegten Restrukturierungs-Plans in den nächsten Jahren ein Zehntel aller Stellen in Europa und den USA einzusparen.

In Europa sollen demnach in den kommenden 18 Monaten 5’000 Arbeitsplätze wegfallen. Für Grossbritannien kündigte der weltweit grösste Autokonzern an, die Vauxhall-Fabrik Luton mit 2’000 Mitarbeitern 2002 zu schliessen.

Die deutsche Tochter Opel ist nach eigenen Angaben nicht von zusätzlichen Einschnitten betroffen. Ein Opel-Sprecher betonte, es bleibe bei dem bereits bekannt gegebenen Wegfall von 1’700 Stellen im kommenden Jahr. Der Abbau soll hier über frühzeitige Pensionierungen und Flukutationen abgewickelt werden.

Rund 350 Beschäftigte in der Schweiz

In der Schweiz betreibt GM zwar kein Werk. Aber auch an der Europazentrale von GM in Zürich, bei Opel Suisse in Biel sowie bei Saab-Schweiz werde nach Sparpotenzial gesucht, sagte GM-Sprecher Stefan Weinmann.

Insbesondere müsse überprüft werden, ob gewisse Funktionen zusammengelegt werden könnten. «Der Prozess ist aber noch nicht abgeschlossen.» Insgesamt beschäftigt GM in der Schweiz rund 350 Personen, wie Weinmann sagte. Auswirkungen könnte der GM-Sparplan aber auch auf Zulieferer-Branchen haben.

400’000 Fahrzeuge weniger

GM-Chef Wagonner kündigte weiter an, die Produktionskapazitäten in Europa würden «bis 2004 um mehr als 400’000 Fahrzeuge pro Jahr» zurückgefahren. Insgesamt beschäftigt GM bei den Töchtern Opel und Vauxhaull auf dem alten Kontinent derzeit 84’000 Mitarbeiter.

Wagonner zufolge will General Motors in den USA eine Motorenfabrik ganz schliessen. Die über 100 Jahre alte Marke Oldsmobile werde in den kommenden Jahren zudem schrittweise aufgegeben. In den USA arbeiten derzeit noch 212’000 Menschen für General Motors.

Ertragsprobleme

Wagonner betonte, alle getroffenen Entscheidungen hätten das Ziel, «die Wettbewerbsfähigkeit der Gruppe in einem sich schnell entwickelnden Umfeld zu stärken». Dazu müssten die Kräfte auf Schlüsselbereiche konzentriert werden.

Die rückläufige Entwicklung auf dem deutschen und europäischen Automarkt sowie eine verstärkte Nachfrage nach kleineren Fahrzeugen wegen der hohen Benzinpreise hätten bei der Adam Opel AG und GM Europa «zu ungewöhnlichen Ertragseinbussen geführt». Das Unternehmen werde deshalb seine Produktions-Pläne für die Modelle Vectra und Omega überarbeiten, hiess es weiter. So werde unter anderem die Entwicklung einer ursprünglich geplanten V8-Version des Omega nicht weiter verfolgt.

swissinfo und Agenturen

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