Günstige Bauwirtschaftsprognose für das Jahr 2000
Die Schweizer Bauwirtschaft dürfte im laufenden Jahr endgültig ihr mehrjähriges Tief überwinden. Dies erwartet die Basler Konjunkturforschung BAK in ihrer Bauwirtschaftsprognose 2000, die sie anlässlich der Fachmesse Swissbau erstellt hat.
Die Schweizer Bauwirtschaft dürfte im laufenden Jahr endgültig ihr mehrjähriges Tief überwinden. Dies erwartet die Basler Konjunkturforschung BAK in ihrer Bauwirtschaftsprognose 2000, die sie anlässlich der Fachmesse Swissbau erstellt hat.
Bei den realen Bauinvestitionen sei wie im Vorjahr ein Wachstum um 1,7 Prozent zu erwarten, heisst es in den BAK-Prognosen. Durch den Anstieg der gewerblichen Bauinvestitionen könne die vorübergehende Schwäche der öffenlichen Bauvorhaben sowie die nur schleppende Entwicklung des Wohnungsbaus mehr als aufgefangen werden.
Gewerblicher Bau wächst
Der niedrige Zuwachs, der beim öffentlichen Bau ( 0,9 Prozent) prognostiziert wird, sei auf das Auslaufen öffentlicher Investitionsprogramme zurückzuführen. Während das Wachstum im Wohnungsbau demjenigen des Vorjahres entsprechen soll ( 1,4 Prozent), wird der gewerblich- industrielle Bau gemäss Prognose deutlich zulegen ( 2,6 Prozent).
Regional wird die Entwicklung der Bauwirtschaft unterschiedlich verlaufen. Dies sei nicht zuletzt auf das unterschiedliche wirtschaftliche Wachstum zurückzuführen, so die BAK. Aber auch die Finanzsituation der öffentlichen Hand sowie Grossprojekte wie die Expo werden zu regionalen Unterschieden beitragen.
Regionale Differenzen
Das stärkste Wachstum der Bauaufwendungen erwartet die BAK für die Region Graubünden/Tessin ( 3,5 Prozent), dies nicht zuletzt aufgrund der stärkeren Bautätigkeit im Tourismus. An der oberen Grenze liegen auch die Regionen Basel (BS,BL/ 3,0 Prozent) und Zentralschweiz (LU,UR,SZ,OW,NW,ZG,GL/ 2,7 Prozent).
Die Romandie (FR,GE,NE,VD,VS/ 2,8 Prozent) soll vom Nachholbedarf und vom Expo-Effekt profitieren. Um 1,7 Prozent sollen die Bauaufwendungen in der Region Mittelland (BE,SO,JU) und um 1,1 Prozent im Grossraum Zürich (ZH,AG,SH) wachsen. Um 0,3 Prozent zurückgehen soll die Bautätigkeit in der Ostschweiz (AR,AI,SG,TG).
SRI und Agenturen
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