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Immer weniger offene Stellen

Die Arbeitsämter hatten weniger offene Stellen zu vergeben als im Vorjahr. Keystone

Das Beschäftigungs-Wachstum in der Schweiz hat sich im vierten Quartal abgeschwächt. Der Index der freien Stellen ist auf den tiefsten Stand seit drei Jahren gefallen.

Ende letzten Jahres wurden in der Schweiz 3,962 Mio. Erwerbstätige gezählt. Das sind 0,7% mehr als im Vorjahr. Dies geht aus dem vom Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag publizierten Beschäftigungs-Barometer hervor. Damit schwächt sich das Wachstum deutlich ab. Im dritten Quartal 2001 hatte es noch 1,7% betragen.

Mehr arbeitende Ausländer und Frauen

Wie in früheren Quartalen ging die Zunahme ausschliesslich von den ausländischen Arbeitskräften aus: Ihre Zahl stieg gegenüber dem Vorjahr um 4,6 %, während die Zahl der Schweizer Erwerbstätigen um 0,5% schrumpfte.

Wiederum wiesen die Frauen (+1,1 %) eine höhere Zuwachsrate aus als die Männer (+0,5 %).

Mehr Beschäftigte in Dienstleistung, Chemie und Medizinaltechnik

Auch die Indikatoren der Beschäftigungsstatistik (BESTA) – sie misst die Zahl der besetzten Stellen – zeigen ein deutlich nachlassendes Wachstum: Die Zahl der Beschäftigten stieg im vierten Quartal innert Jahresfrist um nur 0,4% (Vorquartal +1,1).

Diese leichte Zunahme ist dem Dienstleistungssektor zu verdanken, der um 0,8% stieg. Industrie und Gewerbe verzeichneten hingegen erstmals seit zwei Jahren einen Rückgang der Beschäftigung um 0,6%.

Dieser Abbau geht hauptsächlich auf das Konto des Baugewerbes, in dem 5700 Stellen (-2 %) weniger gezählt wurden als im Vorjahr. Einzig die chemische Industrie (+2800, +4,4 %) und die Hersteller von medizinischen Geräten, Präzisionsinstrumenten und Uhren (+3700, +5,1 %) konnten etwas zulegen.

Informatikbranche schwächer

Für die etwas günstigere Entwicklung im Dienstleistungssektor sorgten vor allem Unternehmen, die Dienstleistungen für Dritte erbringen (+8400 Stellen, +2,9 %) und das Unterrichtswesen (+6300, +2,8 %).

Weniger IT- und Luftfahrt-Stellen

Die Informatikbranche liess in ihrer Dynamik weiter nach: Zwar gab es noch 4,2% mehr Stellen, das ist aber deutlich weniger als die 6,4 % im Vorquartal. Zudem schlug sich die Swissair-Krise auf die Zahlen in der Luftfahrt nieder (- 3,2 %, gegenüber dem dritten Quartal gar -14,4 %).

Düstere Aussichten

Nach Grossregionen zeigten unterschiedliche Entwicklungen: Während die Region am Genfersee einen Beschäftigungszuwachs von 1,5% verzeichnete, musste die Region Zürich einen Rückgang um 0,2 % hinnehmen.

Die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt sind düster: Das BFS rechnet in naher Zukunft mit einer «Stagnation oder sogar einem leichten Rückgang der Gesamtbeschäftigung». Insgesamt brach der Index der offenen Stellen im vierten Quartal um fast 40% gegenüber dem Vorjahr ein und sank auf 150,2 Punkte, dem tiefsten Stand seit drei Jahren.

swissinfo und Agenturen

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