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Kampf um Anti-Tabak-Konvention in Genf

In Genf wird bis Freitag über die Anti-Tabak-Konvention gestritten. Keystone

In gespannter Atmosphäre haben am Donnerstag (12.10.) die öffentlichen Anhörungen zur Anti-Tabak-Konvention begonnen. Mehr als 200 Interessen-Gruppen legen bis Freitag in jeweils fünfminütigen Erklärungen ihre Haltung zur Konvention dar.

Darunter sind die grossen Tabakkonzerne Philip Morris und BAT, sowie Tabakbauern und Anti-Rauchergruppen. Der Tabakkonzern BAT hatte das geplante Regelwerk der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Vorfeld mit ganzseitigen Zeitungsanzeigen heftig kritisiert.

Nach dem Willen der WHO soll die Konvention in zwei Jahren verabschiedet werden. Sie soll unter anderem jede Werbung für Tabak verbieten, den internationalen Handel erschweren, Zigaretten erheblich verteuern und Tabakkonzerne zu unbegrenztem Schadenersatz verpflichten.

Zahlreiche Gegner

Bei den öffentlichen Anhörungen stand die Tabak-Lobby auf ziemlich verlorenem Posten. Neun von zehn Rednern vertraten die Sicht von Gesundheitsverbände und Anti-Raucher-Gruppen. Sie setzten sich vehement für ein striktes Regelwerk ein, und unterstützen die Ziele der Konvention.

Erwachsene können selber entscheiden

Der US-Tabakmulti Philip Morris räumte in Genf ein, dass Rauchen gefährlich ist. «Wir stimmen zu, dass Rauchen abhängig macht und Krankheiten auslöst», sagte der Vizepräsident von Philip Morris Europe, David Davies. Dennoch müssten Erwachsene die freie Wahl haben und die Tabakkonzerne das Recht, ein legales Produkt zu vermarkten.

swissinfo und Agenturen

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