Konkurrenz für «swiss»
Die neue Schweizer Charter-Airline Air Switzerland soll im kommenden Herbst ihren Betrieb aufnehmen. Die Finanzierung ist gesichert.
Die neue Schweizer Langstrecken-Charter-Airline soll voraussichtlich im kommenden Herbst ihren Betrieb ab der Heimbasis Unique Airport Zürich aufnehmen, wie die Airline am Samstag in Zug mitteilte.
Zurzeit werden die in der Anfangsphase benötigten 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Boden-Organisation sowie 150 Piloten und Flight Attendants rekrutiert. Von der künftig in Glattbrugg (ZH) domilizierten Air Switzerland werden laut Mitteilung Stellensuchende der ehemaligen Swissair bevorzugt.
Ausländische Investoren
Die neue Airline soll mit vorerst zwei Airbus A340-300 die Destinationen Kapstadt, Bangkok, Singapur und Las Vegas anfliegen. Als zusätzliche Destinationen werden Orlando, Peking und Tokio geprüft.
Das für den Kauf der Flugzeuge und den Betrieb erforderliche Kapital werde von einer internationalen Investorengruppe zur Verfügung gestellt. Ein Vorhaben in dieser Dimension könne nicht im Alleingang realisiert werden, wird der Liechtensteiner Tourismus-Unternehmer Mario Ritter als Initiant des Projekts in der Mitteilung zitiert.
Die Identität der Geldgeber bleibt vorerst ein Geheimnis: «Die Investoren wollen erst an die Öffentlichkeit treten, wenn sämtliche Details geregelt sind», sagte Mediensprecher Paul Rhyn. Dies dürfte Ende April der Fall sein.
Kauf von bis zu acht Airbus geplant
Derzeit sei man daran, die Schlüsselpositionen in Verwaltungsrat und Geschäftsleitung zu besetzen. Er sei überzeugt, dass das Potenzial für eine längerfristige Aufstockung der Flotte auf bis zu acht Airbus A340-300 und weitere Langstrecken-Destinationen vorhanden sei.
Weiter steht Air Switzerland laut Mitteilung mit Boeing in Verhandlung zum Kauf von zwei Airbus A340-300. Für den Flugbetrieb und Unterhalt soll mit einem anerkannten und lizenzierten schweizerischen Flugbetriebs-Unternehmen eine vertragliche Zusammenarbeit eingegangen werden.
Die Initianten von Air Switzerland zeigen sich überzeugt, mit Non-Stop-Langstreckenflügen eine attraktive Nische im Chartersegment «für fernreisende Touristen und kostenbewusste Geschäftsleute» gefunden zu haben. Mit einem Drei-Klassen-Konzept mit First, Business und Economy Class will sich die neue Airline von ihrer Konkurrenz abheben.
swissinfo und Agenturen
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