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Krise (noch) nicht überwunden

Die Waadtländer Kantonalbank denkt laut über drastische Massnahmen nach. Keystone

Nach dem Debakel um Altlasten aus dem Kreditgeschäft will die Waadtländer Kantonalbank (BCV) rund 10% der Stellen streichen.

Die BCV-Gruppe schliesst das Jahr 2001 mit einem Rekordverlust von 381 Mio. Franken ab, wie die Bank mitteilte. Dies entspricht den Erwartungen: Es wurden Milliarden-Abschreiber auf Altlasten aus dem Kreditgeschäft der neunziger Jahre angekündigt. Das Stammhaus gab im Februar einen Verlust von 390 Mio. Franken bekannt.

Ohne diese Sonderfaktoren spricht die BCV von einem befriedigenden Geschäftsgang im letzten Jahr mit einer Verbesserung der Zinsmarge und einem mässigen Rückgang der Kommissionen trotz schlechtem Börsenumfeld.

Für das laufende Jahr hält die Waadtländer Kantonalbank eine Verbesserung für möglich und hofft auf eine Steigerung des Bruttoergebnisses um 10% bis 15%. Weiter wurde ein Kostensenkungs-Programm angekündigt, das im Jahre 2005 Einsparungen von rund 40 Mio. Franken bringen soll.

Jeder zehnte Mitarbeiter muss gehen

Unter anderem ist eine Untersuchung im Gang, die allmähliche Personalkürzungen von rund 10% vorsieht. Die BCV beschäftigt zurzeit rund 2300 Mitarbeitende.

Beim Abbau werde man sich des Handlungsspielraums bedienen, der durch die natürlichen Personalabgänge von etwa 10% pro Jahr entstehe, teilte die Bank mit.

Kanton gefragt

Die BCV wird den Jahresverlust, wie bereits früher angekündigt, aus den allgemeinen gesetzlichen Reserven decken. Die Eigenmitteldecke soll durch eine von der Generalversammlung zu beschliessende Kapitalerhöhung von rund 600 Mio. Franken aufgestockt werden. Der Kanton soll entsprechend seiner Mehrheits-Beteiligung von 51% mitziehen.

swissinfo und Agenturen

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