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Mehr Lohn für 50’000 Pöstler

Die Post und die Gewerkschaften haben sich auf Lohnerhöhungen geeinigt. Keystone Archive

Die Postangestellten erhalten ab dem 1. Januar 3,2 Prozent mehr Lohn. Darauf einigten sich die Schweizerische Post und die Gewerkschaften.

Generell werden die Löhne der 50’000 Teilzeit- und Vollzeit-Angestellten um 1,8% engehoben, dazu kommen individuelle Anpassungen und die Teuerung, wie die Post am Freitag bekannt gab.

Die Lohnverhandlungen zwischen der Post und den Gewerkschaften transfair und Kommunikation wurden erstmals auf Grund des am 16. Oktober unterzeichneten Gesamtarbeitsvertrags (GAV) geführt. Das Ergebnis muss noch vom Post-Verwaltungsrat und den zuständigen Gremien der Gewerkschaften gutgeheissen werden.

Mit höheren Löhnen gegen Konjunkturschwäche

Der Schweizerische Gewerkschafts-Bund (SGB) zog derweil eine Zwischenbilanz der aktuellen Lohnrunde. Dabei bekräftigte SGB-Präsident Paul Rechsteiner die volkswirtschaftliche Bedeutung der Lohnerhöhungen. Von ihnen sei die Kaufkraft abhängig, die wiederum für die Binnenwirtschaft massgaben sei.

Die Gewerkschaften hatten für die laufende Lohnrunde generelle Erhöhungen von 5% gefordert. Die Zwischenbilanz zeigt, dass die Abschlüsse zwischen 3% (Grossverteiler, Roche) und 4,3% (Zementindustrie, Holcim) liegen, wie SGB-Präsident Paul Rechsteiner am Freitag vor den Medien in Bern erläuterte.

Kritik an Baumeister-Verband und SBB

In dieser Bandbreite bewege sich auch die Swisscom mit einer Erhöhung von 3,7% und die Post mit ihren 3,2%. In einzelnen Branchen, so im Gastgewerbe, seien die tiefen Löhne teilweise überdurchschnittlich angehoben worden, sagte Rechsteiner. Die Mindestlohn-Kampagne der Gewerkschaften habe hier Wirkung gezeigt.

Bedenklich seien dagegen die Blockaden in anderen zentralen Branchen, so im Bau und bei den SBB. Besonders unverständlich sei das Verhalten der SBB-Spitzen, da sich diese selbst erst im Frühjahr bisher unvorstellbare Lohnerhöhungen von 50 bis 100% zugeschanzt hätten.

Auch im Gesundheitswesen seien weitere Schritte auf Grund der teilweise unzumutbaren Arbeits-Bedingungen überfällig.

SGB-Präsident Rechsteiner kündigte für die nächsten Wochen in verschiedenen Branchen gewerkschaftliche Mobilisierungen an. Die Gewerkschaften kämpften mit diesen Aktionen nicht nur für die berechtigten Forderungen ihrer Mitglieder, sondern zugleich für eine vernünftige Wirtschaftspolitik.

swissinfo und Agenturen

Protest-Aktionen

Rechsteiner kündigte für die nächsten Wochen in verschiedenen Branchen gewerkschaftliche Mobilisierungen an. Die Gewerkschaften kämpften mit diesen Aktionen nicht nur für die berechtigten Forderungen ihrer Mitglieder, sondern gleichzeitig für eine vernünftige Wirtschaftspolitik.

So hat das Baugewerbe für den 19. November einen nationalen Protesttag angekündigt, und die Gewerkschaft VPOD will am 14. November einen
nationalen Aktions- und Streiktag durchführen.

swissinfo und Agenturen

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