Nahrungsmittel-Industrie steigert Umsatz
Dank des Konjunkturaufschwungs in der Schweiz und der wirtschaftlichen Belebung in wichtigen Absatzländern hat die Schweizer Nahrungsmittelindustrie 1999 mehr als 10 Mrd. Franken. umgesetzt. Dies sind 11 Prozent mehr als im Vorjahr.
Wie die Föderation der Schweiz. Nahrungsmittel- Industrien (FIAL), in der 152 Firmen mit knapp 23’000 Beschäftigten erfasst sind, am Dienstag (11.07.) mitteilte, profitierten vor allem die dem Bereich «Freude und Genuss» angehörenden Branchen Schokolade sowie Bisquit und Zuckerwaren. Der Speiseeisabsatz litt dagegen unter dem kühlen Sommerwetter. Die Nahrungsmittel des Grundbedarfs stagnierten eitgehend.
Uneinheitliche Exportentwicklung
Die Entwicklung der Exporte verlief uneinheitlich. Die Schokolade- und die Kindernährmittelindustrie, zwei stark exportorientierte Branchen, hatten – wie schon wie im Vorjahr – wegen Rückschlägen in Asien und Osteuropa Einbussen zu verkraften.
Andere traditionelle Exportprodukte wie Schmelzkäse und Fondue sowie Zuckerwaren vermochten dagegen ihre Stellung auf den Auslandmärkten auszubauen.
Bilaterale Verträge
Die schweizerische Nahrungsmittelindustrie hoffe im Anschluss an die deutliche Annahme der bilateralen Abkommen, dass die zwischen der EU und der Schweiz vereinbarten Folgeverhandlungen für eine weitere Liberalisierung des Handels mit verarbeiteten Landwirtschaftsprodukten rasch aufgenommen würden, schreibt die FIAL weiter.
Das Ziel bestehe darin, die Ausgleichssysteme für die Rohstoffpreise der EU und der Schweiz so zu harmonisieren und zu vereinfachen, dass Wettbewerbsverzerrungen ausgeschaltet würden. Eine baldige Harmonisierung erleichtere der EU und der Schweiz zudem die Einhaltung der im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) eingegangenen Verpflichtungen.
swissinfo und Agenturen
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