Nur noch halb soviel Poststellen in grösseren Städten
Die Schweizer Post will die Anzahl der Poststellen in grossen Städten halbieren. Entsprechende Medienberichte wurden am Donnerstag (09.12.) bestätigt. Ein Personalabbau sei nicht vorgesehen.
Die Schweizer Post will die Anzahl der Poststellen in grossen Städten halbieren. Entsprechende Medienberichte wurden am Donnerstag (09.12.) bestätigt. Ein Personalabbau sei nicht vorgesehen.
Beim Umbau ihres Verkaufsnetzes will die Post die Anzahl der Poststellen in den grossen Städten halbieren. Damit bestätigte das Unternehmen am Donnerstag Medienberichte. Auch sind höhere Posttaxen und neue Kategorien bei der Paketpost geplant. Die Gewerkschaft Kommunikation bezeichnete die Pläne als überrissen.
Mit dem Umbau unter dem Namen «Optima» plant die Post, die rund 3’600 Poststellen in der Schweiz in 1’800 kleine P-Stellen mit einem Grundangebot, 1’400 PP-Stellen mit Vollservice aber ohne Beratung und 350 grosse Postkompetenzzentren umzuteilen. Dabei soll in den Grossstädten Zürich, Basel, Genf und Luzern die Zahl der Poststellen halbiert werden, wie Post-Pressesprecherin Brigitte Rossetti bestätigte. Der Umbau, der rund 450 Millionen Mehreinnahmen bringen soll, betrifft rund 500 Personen, die teilweise neue Aufgaben im Verkaufsmanagement erhalten. Laut Rossetti soll es keine Entlassungen geben.
A und B auch bei Paketen
Weiter plant die Post ab Mitte nächsten Jahres eine Erhöhung der Posttaxen. Dies sei als Angleichung an die Teuerung zu verstehen, sagte die Sprecherin. Auch bei der Paketpost ist eine Änderung geplant; ähnlich wie bei den A- und B-Klassen der Briefe soll es neu zwei Kategorien geben. Diese Pläne müssten aber zuerst vom Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) und dem Preisüberwacher bewilligt werden.
Gewerkschaften befürchten «Ausbluten“
Die Gewerkschaft Kommunikation stellen sich gegen die Halbierung der Poststellen. Die Post dürfe nicht zerschlagen und ausgeblutet werden. Die Zahl der neuen P-Poststellen dürfe höchstens 1’000 und nicht wie vorgesehen 1’800 betragen. Ferner solle das Grundangebot dieser neuen P-Poststellen nicht auf ein Alibi-Service-public-Angebot heruntergefahren werden. Die Gewerkschaft werde das Ausbluten der postalischen Grundversorgung und den Tod des Poststellennetzes auf Raten bekämpfen.
SRI und Agenturen
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