SBB kontrolliert alle ICN-Züge
Die SBB legt alle ihre Intercity-Kompositionen still, um sie zu kontrollieren. Nötig wurde das nach einer Entgleisung Ende Juli. Obwohl keine ICN-Züge mehr fahren, hielten sich die Verspätungen bisher in Grenzen.
Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) überprüfen alle ihre 22 Intercity-Neigezüge (ICN), teilte die SBB am Montagabend mit (13.08.). Zusammen mit den Herstellern Bombardier und Alstom werden in Genf und Zürich sämtliche Schrauben im Bereich der Drehgestelle kontrolliert.
Die Entgleisung eines ICN Ende Juli in Zürich-Oerlikon sowie der Verlust von Teilen am Lenkgestänge eines ICN am vergangenen Sonntag veranlassen sie zur Kontrolle.
«Genf – St. Gallen bitte umsteigen»
Da die schnelleren Neigezüge nicht mehr verkehren, wurden die Direktzüge zwischen Genf und St. Gallen über die Jurasüdfuss-Linie gestrichen. Die Passagiere mussten in Lausanne respektive Zürich umsteigen.
Auf den anderen Strecken wurden die ICN-Wagen mit älteren Reisezugswagen ersetzt. Da diese nicht gleich schnell fahren können, wurden gravierende Verspätungen befürchtet. Am Dienstagmorgen (14.08.) trafen die Befürchtungen allerdings nicht ein. Die Verspätungen lagen unter zehn Minuten.
Woche ohne Intercity
Die ICN-Neigezüge sollen nach den Kontrollen nach und nach wieder in Betrieb gesetzt werden, spätestens in einer Woche.
Mit dem ICN haben die SBB erstmals die Neigetechnik angewendet, die höhere Kurvengeschwindigkeiten und verkürzte Reisezeiten ermöglicht. Der Zug fährt bis zu 200 Kilometer pro Stunde. In einer Komposition finden maximal bis zu 480 Passagiere Platz. Die SBB setzt die ICN-Züge seit dem Fahrplanwechsel 2000 ein.
swissinfo und Agenturen
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