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Swissair stoppt Allianz-Gespräche mit Alitalia

Die SAirGorup kann sich keine weitere Beteiligung an einer defizitären Flugesellschaft leisten. Keystone

Die Gespräche über eine Allianz zwischen der Swissair und Alitalia sind auf Eis gelegt worden. Ein SAir-Sprecher bestätigte einen entsprechenden Bericht. Verwaltungsrats-Chef Honegger widersprach zudem Gerüchten über eine Abspaltung von Firmenteilen.

Zu den Gründen für die Suspendierung wollte sich SAir-Sprecher Jean-Claude Donzel am Samstag (16.12.) nicht äussern. Laut der Tageszeitung «Blick» sprach sich der 10-köpfige Verwaltungsrat der SAir an seiner Sitzung vom Donnerstag für einen Stopp aus, um die dünne Eigenkapitaldecke von 20 Prozent nicht noch weiter abschmelzen zu lassen.

Laut früheren Angaben führte Alitalia neben der Swissair auch mit Air France Allianz-Gespräche. Im Frühjahr war die Allianz zwischen der niederländischen KLM und Alitalia gescheitert. Die KLM machte die langsame Privatisierung der Alitalia und Probleme mit dem Mailänder Flughafen Malpensa für das Scheitern verantwortlich.

Gespräche mit Malaysia Airlines dauern an

Festhalten will die Swissair laut Donzel am Ziel einer strategischen Partnerschaft mit Malaysia Airlines (MAS). Branchenkenner halten einen Kapitaleinstieg der SAir bei MAS in Höhe von 29 Prozent für die wahrscheinlichste Variante.

Interesse hat die SAir offenbar auch an einem Einstieg bei Turkish Airlines (THY), die Mitglied der Qualiflyer Group ist. Die türkische Regierung will 51 Prozent der THY verkaufen. Gemäss «Financial Times» hat die SAir das türkische Industrie- und Finanzkonglomerat Sabanci für eine gemeinsame Beteiligung kontaktiert. Donzel nahm keine Stellung zu diesen Informationen.

Keine Abspaltung von Firmenteilen

SAirGroup-Verwaltungsratschef Eric Honegger widersprach in einem Fernseh-Interview ferner Gerüchten über eine Abspaltung von Teilen der SAirGroup. Dies sei kein Thema.

Neben dem Fluggeschäft, zu dem die Swissair, Crossair, Balair und weitere Beteiligungen an Fluggesellschaften im Ausland gehören, besitzt die SAirGroup Standbeine im flugverwandten Dienstleistungs-Geschäft.

Honegger sagte, ein Verkauf eines Geschäftteils würde kurzfristig zu einem Gewinn führen. Aber langfristig würde ein solcher Schritt die Strategie mit zwei Standbeinen, dem Flug- und Nichtfluggeschäft, untergraben.

swissinfo und Agenturen

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