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Swisscargo gibt auf

Ab 31. März 2002 gehört dies der Vergangenheit an: Ein Angestellter des Genfer Flughafens hantiert mit einem Gepäckwagenteil der Swisscargo. Keystone Archive

Die Luftfrachtgesellschaft des zusammen-gebrochenen Swissair-Konzerns stellt ihren Betrieb per Ende März ein. 440 Beschäftigte verlieren ihre Stelle.

Swisscargo begründete die definitive Einstellung ihres operativen Betriebs mit der Anfang Dezember 2001 gewährten definitiven Nachlassstundung und der Tatsache, dass die verbliebenen je 26 Mittel- und Langstrecken-Flugzeuge der ebenfalls in Nachlassstundung stehenden Swissair von der Crossair übernommen werden.

Die Luftfracht-Unternehmung gab weiter bekannt, sie sei von Gesetzes wegen gezwungen, nach Einstellung der operativen Tätigkeit alle bestehenden Arbeitsverträge bis Ende März zu beenden. Davon betroffen seien insgesamt 440 Beschäftigte – 153 in der Schweiz und 287 im Ausland.

Crossair will eigenen Cargo-Bereich

Gemäss Mitteilung will die Crossair – auf deren Fundament nach dem Zusammenbruch des Swissair-Konzerns eine neue Schweizer Airline aufgebaut werden soll – einen eigenen Cargo-Bereich aufbauen.

Swisscargo begrüsste diesen Entscheid. Sie gehe davon aus, dass bei der Realisierung einer solchen Lösung ein Grossteil des bisherigen Swisscargo-Personals berücksichtigt werde, hiess es am Mittwochabend in einer Mitteilung.

Crossair-Sprecher Markus Baumgartner bestätigte das Cargo-Projekt. Er fügte allerdings hinzu, definitive Entscheide über einen eigenen Cargo-Bereich würden in einigen Wochen fallen, wenn «Klarheit herrsche über das benötigte Kapital».

Crossair wolle die Luftfracht-Erträge im Rahmen der Zielsetzungen des Projekts «Phoenix Plus» sichern, sagte Baumgartner. Die neue Airline könne nicht Langstrecken-Flüge ohne Frachtsystem anbieten.

Falls die Crossair ihre Luftfracht-Pläne realisieren könne, könnten auch Swisscargo-Beschäftigte berücksichtigt werden. «Es wurden aber keine definitiven Zusagen gemacht», fügte Baumgartner hinzu.

swissinfo und Agenturen

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