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Swisscom will mit Mobiltelefonie an die Börse

Die Swisscom will mit der Mobiltelefonie an die Börse. In der neu eröffneten elektronischen Plattform will Swisscom eine Allianz mit der Post eingehen. Für 2000 erwartet sie mehr Reingewinn, aber ein kleineres Betriebsergebnis.

Die Swisscom will mit der Mobiltelefonie an die Börse. Die hohen Kosten erforderten spezielle Finanzierungsmodelle, teilte sie am Donnerstag (13.04.) mit. In der neu eröffneten elektronischen Plattform will Swisscom eine Allianz mit der Post eingehen. Für 2000 erwartet sie mehr Reingewinn, aber ein kleineres Betriebsergebnis.

Die Swisscom sei derzeit mit 2,5 Millionen Natel-Kunden klarer Marktführer in der Schweizer Mobilkommunikation, hiess es am Donnerstag in Zürich. Die Mobiltelefonie sei heute sehr viel höher bewertet als die Festnetztelefonie, und die zu erwartenden hohen Kosten für den Erwerb einer UMTS-Lizenz und den Aufbau eines UMTS-Netzes erforderten spezielle Finanzierungsmodelle.

Aus diesen Gründen prüfe Swisscom einen möglichen Börsengang von Swisscom Mobile, wobei der Konzern weiterhin die Mehrheit halten werde. Ein Börsengang wird auch beim Internet-Provider Blue Window vorbereitet, der 1999 die Kundenzahl auf 322.900 mehr als verdoppelte. Blue Window wird auf den 1. Mai als Aktiengesellschaft verselbständigt.

Für das laufende Jahr erwartet Swisscom dank erstmals vollkonsolidierter Rechnung von debitel zwar einen markanten Umsatzanstieg. Auf Grund beschränkter Wachstumsmöglichkeiten im Inland werde das Betriebsergebnis jedoch tiefer als im Vorjahr ausfallen, teilte das Unternehmen mit. Demgegenüber wird eine Zunahme des Reingewinns dank ausserordenlichen Transaktionen wie dem Verkauf des Anteils an Cablecom und der Veräusserung eines Teils der Immobilien erwartet.

1999 hatte Swisscom, wie bereits berichtet, den Reingewinn um rund 54 Prozent auf 2,39 Mrd. Franken gesteigert. Der Nettoumsatz stieg um rund sieben Prozent, während das Betriebsergebnis vier Prozent tiefer lag als im Vorjahr. Die Angestellten werden am Unternehmenserfolg 1999 in Form von Aktien beteiligt. Zu diesem Zweck will Swisscom in den nächsten Tagen rund 60’000 eigene Aktien auf dem freien Markt kaufen.

Elektronischer Marktplatz eröffnet

Am Donnerstag eröffnete Swisscom zudem ihren elektronischen Marktplatz im Pilotbetrieb, der bis im Sommer abgeschlossen sein soll. Der Marktplatz soll Käufern und Verkäufern schnelle und sichere Transaktionen via Internet bieten und als Teil des Global Trading Web von Commerce One den weltweiten Zugang zu anderen elektronischen Martplätzen öffnen.

In einer ersten Phase will Swisscom Lösungen anbieten, welche die Bedürfnisse von Grossfirmen und Lieferanten abdecken. In einer zweiten Phase wird das Angebot des Swisscom Electronic Marketplace gezielt auf Branchen und auf kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) ausgedehnt. In der Schweiz will Swisscom beim elektronischen Marktplatz die Nummer eins werden. Dafür seien strategische Allianzen ausschlaggebend.

Als erstes ist eine Allianz mit der Post geplant; eine entsprechende Absichtserklärung wurde bereits unterzeichnet. Die Zusammenarbeit erstreckt sich auf den gemeinsamen elektronischen Marktplatz für KMU. Als erste Beratungs-und Implementierungspartner wurden die Beratungsunternehmen Andersen Consulting und Pricewaterhouse Coopers gewonnen.

swissinfo und Agenturen

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