The Swiss voice in the world since 1935
Top Stories
Schweizer Demokratie
Newsletter
Top Stories
Schweiz verbunden
Podcast

UBS-Umfrage: Schweizer Wirtschaft mit Schwung ins neue Jahr gestartet

Die Schweizer Wirtschaft hat 1999 meist besser abgeschnitten als erwartet und ist mit Schwung ins neue Jahr gestartet. Gemäss einer Umfrage der Grossbank UBS werden die Informatik, der Finanzsektor sowie Chemie und Pharma die Wachstumsleader bleiben.

Die Schweizer Wirtschaft hat 1999 meist besser abgeschnitten als erwartet und ist mit vollen Segeln ins neue Jahr gestartet. Gemäss einer Umfrage der Grossbank UBS bei 3’900 Unternehmen werden die Informatik, der Finanzsektor sowie Chemie und Pharma auch im laufenden Jahr die Wachstumsleader bleiben.

1999 verzeichneten laut der am Dienstag veröffentlichten UBS-Studie die meisten Branchen höhere Umsätze als im Vorjahr. Klar überdurchschnittlich war das Wachstum im Chemie- und Pharmasektor sowie in der Informatik und der Telekommunikation. Auch die Banken melden einen deutlich besseren Geschäftsgang. Unter dem Mittel und teilweise unter den Erwartungen lagen die Umsätze hingegen im Maschinen- und Fahrzeugbau sowie in der Textilindustrie.

Die erstmals erfasste Sparte Dienstleistungen für Unternehmen, in der Rechts-, Steuer- und Unternehmensberater sowie Ingenieurbüros
zusammengefasst sind, erzielte 1999 eine leicht überdurchschnittliche Umsatzentwicklung.
Im laufenden Jahr wird sich der Aufwärtstrend im Urteil der befragten Unternehmer fortsetzen. Wie schon im Vorjahr rechnen dabei die grösseren Firmen mit einem deutlich höheren Umsatzanstieg als die Kleinbetriebe. Das beste Wachstum zeichnet sich in der Informatik und der Telekommunikation ab. Mit deutlich höherem Geschäftsvolumen rechnet auch der Finanzsektor.

Überdurchschnittliche Verkaufszunahmen erwarten sodann Chemie und Pharma, die Elektrotechnik und die Elektronik sowie der Grosshandel. Bescheidener sind die Erwartungen vor allem in der Textil- und Bekleidungsindustrie sowie im Baugewerbe.

Die Verbesserung der Ertragslage dürfte gemäss UBS in den meisten Branchen nicht ganz mit dem Umsatzwachstum Schritt halten. Dies gelte insbesondere für den Grosshandel und die Elektrotechnik. Eine weitere klare Erhöhung der Erträge erwarten demgegenüber die Banken sowie die Informatik und Telekommunikation. Mit leicht überdurchschnittlicher Ertragssteigerung rechnet auch die Chemie- und Pharmaindustrie. Gleiches gilt für die Versicherungen, die allerdings auf einem tieferen Vorjahresniveau starten. In den meisten Branchen wurde das erwartete Gewinnwachstum als befriedigend eingestuft.

Vollbeschäftigung in Sicht

Das Beschäftigungswachstum wird sich im laufenden Jahr etwa imgleichen Ausmass wie 1999 fortsetzen, wie die UBS aus der Umfrage weiter folgerte. Trotz der jüngsten Restrukturierungen in der Industrie dürfte die Arbeitslosigkeit weiter sinken und die Vollbeschäftigung in Sichtweite rücken. Der Mangel an qualifiziertem Personal könnte allerdings die Wachstumsdynamik teilweise bremsen. Markante Personalaufstockungen sind laut der Umfrage auch dieses Jahr in der Informatik und Telekommunikation geplant. Der Branche fehlen nach eigener Einschätzung in den nächsten drei bis vier Jahren 10’000 bis 15’000 Fachkräfte.

Der anhaltende Wettbewerbsdruck wird laut UBS auch die Investitionstätigkeit in Schwung halten. Alle Branchen wollen gleich viel oder mehr investieren als 1999. Sogar die Banken, die wegen des Jahr-2000-Problems letztes Jahr hohe Informatik-Aufwendungen hatten, wollen das Investitionswachstum nur leicht drosseln, wie es heisst. Am meisten Geld für zusätzliche Investitionen wird auch im laufenden Jahr in der Informatik und der Telekommunikation ausgegeben.

SRI und Agenturen

Beliebte Artikel

Meistdiskutiert

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!

Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft