UBS-USA: Steuersünder-Amnestie abgelaufen
Über 7500 US-Steuersünder haben sich bei der amerikanischen Steuerbehörde (IRS) selbst angezeigt und damit eine Amnestie in Anspruch genommen. Ob es Überschneidungen mit den 4450 Namen gibt, welche die IRS von der UBS verlangt, ist noch unklar.
Die Selbstanzeiger deklarierten Konten in 70 Ländern und im Umfang von 10’000 bis 100 Millionen Dollar. Das Programm, das auf dem Steuerstreit zwischen der Schweizer Grossbank UBS und den USA aufgelegt wurde, ist nun eingestellt.
IRS-Chef Douglas Shulman wertete das Resultat als Erfolg. Über die Selbstanzeigen würden nun die Finanzinstitute, Berater und andere Personen, die den Steuerhinterziehern geholfen hätten, identifiziert, sagte Shulman.
Offen bleibt, ob die 7500 Selbstanzeigen auch jene 4450 Namen potentieller US-Steuersünder betreffen, welche die UBS nach dem Steuervergleich vom August an die USA ausliefern muss.
Der grösste Teil der Selbstanzeigen dürfte laut US-Anwaltskreisen schon von Personen gekommen sein, die ihr Vermögen bei der UBS gehalten hatten. Die Bank hatte ihren Kunden mit unversteuerten Geldern zur Selbstanzeige geraten und sie darauf hingewiesen, dass die Kundennamen den US-Steuerbehörden übergeben werden könnten.
swissinfo.ch und Agenturen
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