US-Botschafter in der Schweiz: Neuanfang
Der neue US-Botschafter in Bern, Donald Beyer, möchte einen Neuanfang in den Beziehungen zwischen der Schweiz und den USA. Der Streit um die UBS sei vorbei, betonte er gegenüber der NZZ am Sonntag.
«Ich will aufzeigen, dass es für die Schweiz und die USA Zeit ist, die Schwierigkeiten, die wir hatten, hinter uns zu lassen.» Er könne aber nicht garantieren, dass «nicht wieder einmal Schwierigkeiten kommen», fügte Beyer an.
Besonders lobte der US-Botschafter die «einzigartige Rolle», die die Schweiz im Streit um das iranische Atomprogramm spiele. «Gewisse Informationen zwischen den USA und Iran fliessen nur über den Schweizer Kanal», sagte Beyer und bezog sich darauf, dass die Schweiz im Iran als Schutzmacht der USA fungiert. Die USA und der Iran haben keine diplomatischen Beziehungen.
Im Fall UBS «haben Amerikaner amerikanische Gesetze verletzt, und dazu haben sie das Schweizer Bankgeheimnis missbraucht. Obwohl dieses aus sehr guten Gründen geschaffen wurde, etwa zum Schutz der Privatsphäre. Uns ging es darum, amerikanische Steuersünder zu überführen, ohne dabei die historische Tradition des Schweizer Bankenplatzes zu zerstören», sagte Beyer.
swissinfo.ch und Agenturen
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