Virtueller Billettschalter
Eine neue Technologie ermöglicht den Druck von Billetten von zu Hause aus - dank einer Kooperation des IT-Unternehmens Elca mit der Eidg. Technischen Hochschule.
Das System SecuTix funktioniert mit gewöhnlichem Drucker und eben solchem Papier. Es kann von jedermann verwendet werden, der über einen Computer mit Internet-Anschluss verfügt.
Die neue Technologie vermag die verschiedensten Billette zu drucken. Billett-Verkaufsstellen, Organisatoren von Veranstaltungen, Transport-Unternehmen oder Hotels könnten sich SecuTix zunutze machen.
Gleichwertig zum herkömmlichen Billett
«Bis anhin mussten alle Billette, die via Internet verkauft wurden, mit einem Balkencode versehen werden. Die Kontrolle war aufwändig. Dies hielt die Unternehmen davon ab, sich für den virtuellen Billett-Verkauf zu erwärmen», sagt Daniel Biemann, Verantwortlicher für E-Commerce bei Elca.
«Die mit SecuTix hergestellten Billette lassen sich mit einem Blick kontrollieren. Sie haben denselben Wert, wie ein Billett, das am Schalter gekauft wurde», ist Biemann überzeugt.
Fälschungssicher
SecuTix basiert auf einem Verfahren, das die Eidgenössische Technische Hochschule in Lausanne (EPF) entwickelt hat. Das neue Verfahren stellt die Punkte eines Bildes nicht mehr durch digitale Bildpunkte (Pixels) dar, sondern durch so genannte Grundmotive mit spezieller Dichte.
«Das System schafft eine bestimmte Mikrostruktur aus der Überlagerung von Bild und Text», erklärt Daniel Biemann. «Diese Technologie verhindert die Fälschung.»
Die Chancen, dass sich SecuTix durchsetzt, sind gut: Jährlich werden in der Schweiz für rund 2 Mrd. Franken um die 120 Millionen Billette umgesetzt.
Vanda Janka
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