Wirtschaftswachstum für 2011 nach unten korrigiert
Während das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) und die von der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) befragten Ökonomen ihre Prognose für 2010 erhöhen, korrigieren sie jene für 2011 nach unten. Der starke Franken werde sich auf die Exporte auswirken, so die Experten.
Für 2011 kürzte das Seco das erwartete Wachstum des Bruttoinlandproduktes (BIP) von 1,6 auf 1,2%. Die Experten prognostizieren bei den Ausfuhren von Gütern und Dienstleistungen für 2011 nur noch eine bescheidene Zunahme von 2,2%, nach 7,0% im Jahr 2010.
Neben den relativ verhaltenen Konjunkturimpulsen aus Europa und den USA rechnen die Bundesökonomen mit deutlichen wechselkursbedingten Bremseffekten. In den vergangenen Monaten habe der Franken vor allem zum Euro, aber auch zu anderen Währungen wie dem Dollar, an Wert gewonnen, schreiben sie.
Eine Aufwertung in diesem Ausmass werde spürbare Wachstums-Einbussen beim Export nach sich ziehen.
Für die Arbeitslosenquote erwarten die Experten aber unverändert 3,9% im Jahr 2010 und 3,7% 2011.
Auch die von der Konjunkturforschungsstelle (KOF) befragten Ökonomen haben ihre Juni-Aussage für 2010 nach oben korrigiert: Sie erwarten für das laufende Jahr ein Schweizer Wirtschaftswachstum von 2,3% statt von 1,7%.
Auch sie korrigierten indes das für 2011 prognostizierte Wachstum nach unten, und zwar von 1,8 auf 1,7%.
swissinfo.ch und Agenturen
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