«An Sylvester muss einfach was knallen»
Am Jahreswechsel hat die Feuerwerks-Branche Saison. Auch dieses Jahr wird es in der Schweiz an Silvester häufiger knallen, als manchen lieb ist. Auch mehrere Gross-Feuerwerke stehen auf dem Programm.
Der grösste Schweizer Feuerwerkproduzent, die Firma Hamberger in Oberried am Brienzersee, setzte auch in diesem Jahr mehrere grössere Feuerwerke für Silvester ab.
«An Sylvester muss was kanllen, aber natürlich läuft das Geschäft nicht wie beim Millennium vor einem Jahr», berichtet der für Grossfeuerwerke zuständige Spezialist, Walter Brunner. Er choreografiert und komponiert die Gross-Feuerwerke selber, die ab 500 Franken zu haben sind und bis in Preisklassen von 20’000 bis 30’000 Franken gehen.
Interlaken mit Grossfeuerwerk
Neben Privaten sind auch dieses Jahr mehrere Verkehrsvereine unter den Kunden für solche Feuerwerke. Eines der grössten wird gemäss Brunner erst am Abend des Neujahrstags in Interlaken zu bewundern sein. Aber auch bei den Klein-Feuerwerken beobachtet Hamberger seit Jahren steigende Umsätze an Silvester. Dieser Trend wird auch bei den Grossverteilern bestätigt.
Peter Rüfenacht, Feuerwerkshändler im bernischen Huttwil, beobachtet, dass an Silvester fast ausschliesslich «grosse Sachen» gefragt sind, vor allem Raketen und Vulkane. Auch er stellt selber Feuerwerke zusammen, die ab 250 Franken zu haben sind und von Privatpersonen alleine gezündet werden können.
Die Branchenvertreter schätzen, dass das Silvesterfeuerwerk mittlerweile auch in der Schweiz einen Anteil von acht bis 15 Prozent am Jahresumsatz ausmacht, der nach wie vor schwergewichtig vom 1. August lebt.
Des einen Freud…..
Die immer lärmigeren Silvesterfeiern in der Schweiz sind nicht nur ein Ärgernis für viele Mitmenschen. Tiere reagieren nach Angaben von Tierschützern mit grosser Angst auf das Geknalle von Feuerwerkskörpern.
Haustierhaltern wird deshalb geraten, ihre Schützlinge in der Silvesternacht nicht alleine zu lassen und für sie ein möglichst ruhiges Zimmer bereit-zuhalten. Beruhigungsmittel sollten demgegenüber den Tieren nur nach Konsultation des Tierarztes verabreicht werden.
swissinfo und Agenturen
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