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Geheimgespräche mit Schweizer Hilfe

Die Schweizer Friedensbemühungen für Afghanistan sind vorerst gescheitert. Keystone

Die Schweiz brachte seit letztem Jahr mehrmals Vertreter der afghanischen Bürgerkriegsparteien zusammen. Die Treffen fanden in der Schweiz statt. Nach der Offensive der Taliban wurden sie vorerst abgebrochen.

Seit letztem Jahr und bis in diesem März organisierten Schweizer Diplomaten Treffen zwischen den afghanischen Konfliktparteien. Die islamistische Taliban-Regierung und die Anhänger von Ahmed Massoud, die loyal zur gestürzten Regierung stehen, trafen sich mehrmals in der Schweiz. Bei einem Treffen in Genf im letzten März waren auch Vertreter von IKRK, Unicef und WHO anwesend. Dies berichtete die französischsprachige Tageszeitung «Le Temps» in der Ausgabe vom Mittwoch (01.11.).

Weiter schreibt die Zeitung, bei anderen Treffen hätten die Repräsentanten der Bürgerkriegsparteien zusammen Museen, Spitäler und kantonale Verwaltungen in der Schweiz besucht. Ziel der Initiative der Schweizer Diplomatiesei es gewesen, einen Kanal zwischen der Taliban und den Massuod-Getreuen herzustellen. Die international nicht anerkannte Taliban-Regierung sollte so eine Möglichkeit erhalten, Verhandlungen aufzunehmen mit dem alten Regime.

Gute Dienste ausgesetzt

Die Gespräche endeten nach dem Treffen im März. Als Grund führt die Zeitung an, dass keine der zwei Seiten wirklichen Gesprächswillen gezeigt habe. Im August startete die Taliban zudem eine bewaffnete Offensive, in der eine Hochburg der Gegner eingenommen wurde.

«Jetzt wo die Taliban über 90 Prozent des Landes beherrscht, werden Verhandlungen immer schwieriger, aber unser Angebot besteht immer noch», sagte ein Schweizer Diplomat gegenüber der englischen Redaktion von swissinfo.

swissinfo und Agenturen

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