Start in die weisse Weihnacht ist geglückt
Dank ausgiebiger Schneefälle in den Bergen kündigt sich für den Schweizer Wintertourismus eine glänzende Saison an.
Die Ferienorte sind über Weihnachten und Neujahr praktisch ausgebucht.
Für weisse Weihnachten sind die Schweizer Berge in diesem Jahr ein sicherer Wert. Es liegen teils üppige Schneemengen, während die weisse Pracht in den Niederungen der Alpennordseite – gemäss MeteoSchweiz – vorerst etwas mickrig bleibt. Allerdings für die kommenden Tage wird «veränderliches und zunehmend kaltes Winterwetter mit einigen Schneeschauern, besonders im Osten», vorausgesagt.
«Der Winter beginnt erst am Stefanstag», sagte der Meteorologe Felix Schacher vom Wetterdienst MeteoSchweiz in Zürich.
An Heiligabend und am Weihnachtstag lägen in den Niederungen bei Tagestemperaturen über null Grad nur ein paar Schneereste. Auf Stefanstag erwartet Schacher Bise und Frost. «Nachher wird es bitterkalt», sagte er. In folgenden Tagen dürften Schneeschauer-Staffeln über die Schweiz ziehen.
Die Schneedecke hat sich ziemlich gut verfestigt, wie das Eidgenössischen Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) bekannt gab. Die Verhältnisse für Skitouren und Variantenfahrten seien zunehmend günstiger. Das SLF warnte aber vor erheblicher Lawinengefahr.
Zufriedene Gesichter und mehr Deutsche
Die Hotels und Ferienhäuser in den Wintersportorten der Schweiz sind für die Festtage fast ausgebucht. Die Schnee- und Pistenverhältnisse sind hervorragend. Der Franken kann also rollen. Entsprechend freuen sich die Touristiker auf ein gutes Weihnachts- und Silvestergeschäft.
Die Tourismusbranche registrierte mit Befriedigung, dass sich die Gäste aus Deutschland wieder einfinden und dass die Urlauber wieder ausgabenfreudiger sind.
Im Berner Oberland herrscht grosse Zufriedenheit über den Stand der Buchungen und die guten Pistenverhältnisse. Im Moment liegt der Schnee dort bis zu einem Meter hoch. Praktisch alle Anlagen sind in Betrieb. In der Region Gstaad-Saanenland oder im Jungfraugebiet zum Beispiel sind die Tourismus-Verantwortlichen des Lobes voll.
Über die Festtage sei es schwierig, noch eine Unterkunft zu finden, hiess es auf Anfrage. Der Buchungsstand sei auch bereits für den ganzen Winter gut. Bereits der Winter 04/05 sei sehr gut gewesen, doch dieses Jahr könnte es, gemessen am momentanen Stand, noch besser laufen.
Auch in Graubünden sind die Buchungsstände in den Hotels sehr gut, wie Gieri Spescha, Sprecher der Dachorganisation Graubünden Ferien (GRF), erklärte. Trotzdem seien kurzfristig noch Betten erhältlich.
Vieles passt zusammen
«Im Moment passt einfach vieles zusammen», sagte Spescha: «Die Schnee- und Pistenverhältnisse sind hervorragend, die Nachfrage aus Deutschland steigt und bei den Schweizer Gästen bleibt sie in etwa stabil.» Auch die bessere Konsumenten-Stimmung sei zu spüren.
Sehr zufrieden ist man auch in der Zentralschweiz. Ab dem 27. bis und mit erste Januarwoche sind die Ferienhäuser voll, die Hotels gut gebucht. Der Buchungsstand ist etwa gleich wie andere Jahre.
Eine «gute Stimmung wie in den Vorjahren» herrscht ebenfalls in Andermatt. Nach Auskunft von Andermatt Gotthard Tourismus sind die Ferienhäuser schon seit längerem ausgebucht, bei den Hotels gibt es noch Möglichkeiten.
Exzellente Perspektiven
Zu 98% ausgebucht sind die Unterkünfte in den Waadtländer Alpen, auch hier sind die Schneeverhältnisse sehr gut. Kein Wunder, dass die Touristiker von ausgezeichneten Perspektiven sprechen und sich sehr erfreut zeigen. Für den Februar laufen die Reservationen nach ihren Angaben ebenfalls bereits intensiv.
Auch das Wallis sei gut in die Wintersaison gestartet, und der weitere Fortgang kündige sich attraktiv an, erklärte Vincent Bornet von Wallis Tourismus. Die Belegungsquote in den Wintersportorten im Bergkanton sei momentan leicht höher als in den Vorjahren. Bei den guten Schneebedingungen werde sie sicherlich noch ansteigen.
swissinfo und Agenturen
Die Schweizer Tourismus meldet steigende Besucherzahlen. Vor allem die Gäste aus Deutschland kommen wieder vermehrt.
Für die Wintersaison meldet die Branche bislang 2% mehr Buchungen und rechnet mit einer Umsatzzunahme um 3%.
In den Alpen von Davos bis zum Genfersee liegt rund doppelt so viel Schnee, als im Mittel der Jahre, sagt das Eidgenössischen Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF).
Auch im Jura liegen über 1000 Meter Höhe rund 35 cm Schnee.
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