Andere Sprachregionen kommen bei SRG zu kurz

Die Radio- und Fernsehprogramme der SRG SSR idée suisse, zu der auch swissinfo.ch gehört, berichten kaum über die jeweils anderen Sprachregionen. Dies geht aus einer Untersuchung hervor, die das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) durchführen liess.

Dieser Inhalt wurde am 23. Februar 2010 - 13:50 publiziert

Die Radio- und Fernsehprogramme seien sehr stark auf die eigene Sprachregion fixiert, schreibt das Bakom in einer Mitteilung vom Dienstag. So sei beispielsweise in keinem der analysierten Radioprogramme dem Austausch unter den Sprachregionen in substanziellem Umfang Sendezeit eingeräumt worden.

Grundsätzlich würden den SRG-SSR-Programmen eine hohe Qualität und Professionalität attestiert, hält das Bakom fest. Die Programme wiesen einen hohen Anteil an politischer Berichterstattung auf. Die Analysen zeigten jedoch auch Schwachstellen auf.

Bei den Nachrichtensendungen wird bemängelt, dass die Informationsquellen teilweise nicht offengelegt werden. Zudem würden zu selten unterschiedliche Meinungen und Perspektiven zu einem bestimmten Sachverhalt aufgezeigt.

Die Studie bemängelt zudem die Qualitätsorientierung in der Fernsehunterhaltung. Sie orientiere sich "reaktiv an einem niedrigen Standard", hiess es.

Die SRG hat die Resultate der Studien zur Kenntnis genommen. Sie wird die ausführlichen Berichte nun detailliert analysieren und entsprechende Massnahmen für eine weitere Qualitätssteigerung einleiten, wie sie bekannt gab.

Das Bakom lässt seit 2008 die Programme analysieren. Die Analysen orientieren sich an den Vorgaben des Bundesrats.

swissinfo.ch und Agenturen

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