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HIV-Diagnosen erstmals wieder rückläufig

Mit 591 Fällen liegt die Zahl der gemeldeten HIV-Diagnosen 2009 über einen Fünftel unter dem Vorjahr. Dies ist der tiefste Wert seit fast zehn Jahren. Bei Männern, die Sex mit Männern haben, ist der Rückgang am stärksten.

Dieser Inhalt wurde am 01. Februar 2010 - 19:08 publiziert

Bei den anderen Personengruppen sei die Lage stabil bis leicht rückläufig, teilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mit.

Selbst wenn es erfahrungsgemäss noch Nachmeldungen gebe, werde damit die Fallzahl erstmals wieder unter derjenigen des Jahres 2001 mit 631 Fällen liegen, schreibt die Behörde zur Aids-Statistik 2009. Im Jahr 2000 waren vergleichweise 578 Fälle gemeldet worden und damit deutlich weniger als 2009.

Inklusive der erwarteten Nachmeldungen werden laut BAG im Berichtsjahr nun insgesamt über 160 Fälle weniger zusammenkommen als 2008. Dies entspricht einem Rückgang innert Jahresfrist um 22%. Die Abnahme sei bei den Männern stärker als bei den Frauen.

So sind erstmals seit 2001 die Zahlen bei schwulen und anderen Männern, die mit Männern Sex haben (MSM), nicht weiter angestiegen, sondern im Vergleich zum Vorjahr um rund 25 Prozent oder knapp 100 Fälle gesunken.

"Die Trendänderung bei MSM ist eindeutig und sieht nach Analyse der monatlichen Meldungen robust aus", schreiben die BAG-Experten. Besonders erfreulich sei dabei der deutliche Rückgang des Anteils von Frischinfizierten bei den MSM-Diagnosen. Fast die Hälfte dieser Diagnosen werde in Zürich gestellt, ein weiteres Viertel stamme aus den Kantonen Waadt und Genf.

Bei den heterosexuellen Schweizerinnen und Schweizern wurden im Berichtsjahr 106 HIV-Infektionen gemeldet, was im Durchschnitt der letzten Jahre liegt. 32 Fälle und damit gleich viele wie im Vorjahr betrafen die Übertragung des HIV-Virus durch intravenösen Drogenkonsum.

Eine schlüssige Erklärung für den insgesamt erfreulichen Rückgang könnten die gemeldeten Daten nicht liefern, stellt das BAG fest.

swissinfo.ch und Agenturen

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