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Kiffen verliert beim Älterwerden den Reiz

Viele Jugendliche probieren Cannabis aus, geben das Kiffen aber im jungen Erwachsenenalter wieder auf. Das zeigt eine Studie von Lausanner Forschern. Beim Rauchen dagegen ist der Suchtfaktor viel grösser.

Dieser Inhalt wurde am 09. Juni 2010 - 16:46 publiziert

Die Forscher um Joan-Carles Surís von der Universität und vom Universitätsspital Lausanne zeichneten den Werdegang von Rauchern und Kiffern über sechs Jahre nach, vom 16. bis zum 22. Altersjahr.

Dazu nutzten sie Angaben von rund 3000 Personen, die im Jahr 2000 die obligatorische Schule abgeschlossen hatten.

Insgesamt nimmt laut der Studie zwischen 16 und 22 Jahren der Anteil der Kiffer von 21 auf 15 Prozent ab. 28 Prozent dagegen waren zu Tabakrauchern geworden. Tabak habe einen stärkeren Suchtfaktor als Cannabis, erklärte Surís.

Im Gegensatz zum Cannabis steigt die Zahl der Tabakraucher mit dem Alter. Laut der Studie rauchten im Alter von 16 Jahren 28 Prozent der Befragten regelmässig, mit 22 Jahren aber schon 37 Prozent.

Die Studie zeigte auch eindrücklich, dass rauchen und kiffen ganz häufig mit Alkoholkonsum vergesellschaftet sind. Gelegentliche Trinker kiffen oder rauchen 4,4 Mal öfter als Abstinente. Für Jugendliche, die regelmässig Alkohol trinken, steigt das Risiko gar auf das Elffache.

Alkoholprävention müsse also in die Tabak- und Cannabisprävention integriert werden, meinen die Forscher.

swissinfo.ch und Agenturen

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