Mehr Hochzeiten – weniger Scheidungen
Für die 41'900 Paare, die sich 2009 das Ja-Wort gaben, sind die Chancen, nicht vor dem Scheidungsrichter zu enden, leicht gestiegen, wie das Bundesamt für Statistik (BfS) mitteilt.
Ein ausserordentlich beliebter Tag für Heiraten war der 9.9.09. Insgesamt haben letztes Jahr 400 Paare mehr geheiratet als im Vorjahr. Dagegen wurden 19’300 Scheidungen ausgesprochen, 300 weniger als 2008.
Trotzdem dürften statistisch gesehen 47,7% der 2009 geschlossenen Ehen mit einer Scheidung beendet werden. 2008 betrug die Rate noch 48,4%.
Nicht ganz 900 gleichgeschlechtliche Paare haben 2009 ihre Partnerschaft eintragen lassen, 6,3% weniger als 2008.
Der Trend, dass Frauen immer später Mutter werden, nimmt weiter zu: So bringen Frauen unter 30 Jahren weniger Kinder zur Welt, Frauen über 35 immer mehr. Total wurden letztes Jahr 78’300 Babies geboren. Die Geburtenhäufigkeit hat im Vergleich zum Vorjahr um 2,1% oder 1600 Kinder zugenommen.
Ausländische Frauen bringen nach wie vor mehr Kinder zur Welt. Die Geburtenziffer ist jedoch rückläufig.
Das BfS registrierte letztes Jahr 14’000 (2008: 13’100) nicht eheliche Geburten und ebenso viele Vaterschaftsanerkennungen. Im europäischen Vergleich rangiert die Schweiz mit der relativ niedrigen Zahl von nichtehelichen Geburten (17,8%) im unteren Bereich der Rangliste.
Die Lebenserwartung der Bevölkerung wertete das BfS auch nach Geschlechtern aus. Für die Männer erhöhte sie sich von 79,7 auf 79,8 Jahre. Bei den Frauen blieb sie stabil bei 84,4 Jahren.
Damit verringert sich der Unterschied der Lebenserwartung weiter. 1992 betrug er noch 6,9 Jahre, derzeit beträgt er noch 4,6 Jahre – zugunsten der Frauen.
swissinfo.ch und Agenturen
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