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Schweizer Wald ist grösser geworden

Die Waldfläche in der Schweiz ist in den vergangenen 11 Jahren um 600 Quadratkilometer gewachsen. Das entspricht annähernd der Fläche des Kantons Glarus, wie aus dem Schlussbericht des dritten Landesforstinventars (LFI3) hervorgeht.

Der Schweizer Wald bedeckt heute eine Fläche von 1,28 Millionen Hektaren. Im Vergleich zum zweiten, 1993 bis 1995 aufgenommenen Landesforstinventar, nahm die Waldfläche von 29,6 auf 31 Prozent der Landesfläche zu - und dies vor allem im Alpengebiet.

Die Zunahme in den Randgebieten sei teilweise unerwünscht, erklärten Vertreter des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) und der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) in Birmensdorf vor den Medien. Sie forderten eine bessere Abstimmung zwischen Raumplanung, Landwirtschaft, Tourismus und Naturgefahrenprävention.

Der Wald sei aber nicht nur gewachsen, auch der Artenreichtum habe zugenommen. Monowälder mit nur einer Baumart sind im Vergleich zum LFI2 um 4 Prozent auf 23 Prozent zurückgegangen.

Dank waldbaulicher Pflege seien die Schutzwälder, die vor Lawinen, Murgängen und Steinschlag schützen, stabiler geworden, heisst es im Schlussbericht.

Weniger Fortschritte erzielt worden seien dagegen bei der langfristigen Verjüngung der Schutzwälder. In rund einem Drittel dieser Wälder betrage die Verjüngung nur rund 10 Prozent und sei damit in einem "kritischen Bereich".

swissinfo.ch und Agenturen


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