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Türchen Nummer 1: Kanton Waadt

Catia Bellini und Guillaume Wuhrmann treten als John Dear auf. Noura Gauper

Wir eröffnen diesen Adventskalender mit einem Hauch von Waadtländer Rock.

Dieser Inhalt wurde am 01. Dezember 2020 - 00:00 publiziert

John Dear? Das klingt wie der Name einer Traktormarke. Aber nein. Dieser John Dear, mit einem "a", ist eine Rockband aus dem Kanton Waadt, die aus der Begegnung zwischen Catia Bellini und Guillaume Wuhrmann hervorgegangen ist. Catia sitzt am Schlagzeug, Guillaume steuert Gitarre und Gesang bei.

Was daran besonders ist? Die ungewöhnliche Geschichte des Duos beginnt vor 30 Jahren im La Dolce Vita, einem Rock-Tempel der Lausanner Nächte der 80er- und 90er-Jahre. Catia und Guillaume waren damals ein Paar. Er spielte bereits in einer Metal-Band, die als Vorgruppe von Sepultura auftrat, einer der einflussreichsten Trash-Metal-Bands dieser Zeit. Sie beschloss, Komikerin zu werden, und ging nach Paris, um am Cours Florent zu studieren. Immer wenn Catia und Guillaume sich wieder trafen, machten sie zusammen Musik. So wurde ihre erste Band geboren: Zorg.

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Nach Erscheinen des zweiten Albums trennte sich das Paar. Die logische Konsequenz dieser persönlichen Trennung war der Untergang der Band. Aber sie bleiben Freunde. Guillaume sang weiter. Er wurde Lehrer an der EJMA (School of Jazz and Contemporary Music). Catia liess ihre Frustration an einem Schlagzeug aus, das sie Jahre zuvor gekauft, aber sich noch nie richtig zu eigen gemacht hatte. So wurde das ehemalige Liebespaar zum Duo und probte, bis es einen eigenen Sound gefunden hatte – es sollte der Sound von John DearExterner Link werden.

Ihr zweites Album, "Drugstore Cowboy", wurde im Sommer 2019 veröffentlicht. Die Zeitung Le Temps beschrieb es als "eine erstaunliche Demonstration des Songwritings". Für 24heures "kohabitieren summende Attacken mit Sonnenaufgangsballaden". Der Borderline-Britpop gepaart mit Engelschören passe perfekt zwischen zwei Rock-Bögen.

Hören Sie sich "The world I see" an, eine Ballade, die im Abspann eines Quentin-Tarantino-Films laufen könnte.

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Es kommt nicht jeden Tag vor, dass man einen Cowboy sieht, der seinen Anzug bügelt:

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Kunst in all ihren Formen

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