
Expo.02: Das Fest hat begonnen

"Die Expo existiert, also existiert die Schweiz" - mit diesen Worten hat der Schweizer Bundespräsident die Landesausstellung am Dienstag in Neuenburg offiziell eröffnet. Ein Festakt mit über 2000 geladenen Gästen und der gesamten Regierung.
Die Eröffnungsfeier wurde ebenso wie das um 21 Uhr auf den vier Arteplages gleichzeitig beginnende Eröffnungs-Spektakel von François Rochaix inszeniert. Am Spektakel treten 1700 Mitwirkende auf. Der Festakt in Neuenburg wurde von einem grossen Polizeiaufgebot bewacht, weil sich auch der israelische Botschafter in der Schweiz, Yigal Antebi, unter den geladenen Gästen befand.
Eigens komponierte Musik
Vor den Ansprachen gelangte das eigens für die Expo komponierte Lied «A song of Earth» zur Uraufführung. 200 Instrumentalisten sowie 450 Sängerinnen und Sänger aus ganz Europa boten das von Mario Beretta geschaffene Stück dar.
Musikalisch wurde die Feier vom Luzerner Trompeten-Ensemble umrahmt. Das Ensemble hatte die Musik für die Zeremonie in einem Wettbewerb ausgeschrieben und brachte sie am Dienstag zur Uraufführung. Der Aargauer Komponist Felix Huber gewann mit seiner «Fanfare@EXPO.02» für zwölf Trompeten und vier Perkussionisten.
Villiger: Reserven mobilisiert
Bundespräsident Kaspar Villiger zog in seiner Ansprache Parallelen zwischen der Entstehungsgeschichte der Expo.02 und den schwierigen neunziger Jahren für die Schweiz. Sowohl die Schweiz als auch die Expo hätten aber Reserven mobilisiert und bewiesen, dass sie leben und zukunftsfähig sind.
«Nun ist es vollbracht», sagte Expo-Direktorin Nelly Wenger eingangs ihrer Begrüssungsrede. Nachdem sie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gedankt hatte, hielt sie mit ihrer Freude nicht mehr zurück: «Es ist mit beinahe zum Singen zumute. Wenn ich es könnte, würde ich Euch alle umarmen.»
«Lasst uns feiern»
Franz Steinegger, Präsident des Expo-Steuerungskomitees sagte, die Landesausstellung sei das Ergebnis einer engagierten Auseinandersetzung über Formen, Inhalte, Finanzen und Personen – ein Resultat «von Zusammenarbeit und Verweigerung».
Die Landesausstellung solle das Zusammengehörigkeits-Gefühl stärken. «Für jede Gemeinschaft sind Feste unverzichtbar», sagte Steinegger. Den Bewohnerinnen und Bewohnern der Schweiz sowie den ausländischen Gästen wolle er zurufen: «Lasst uns jetzt feiern.»
Als Präsident des Vereins Expo.02 sagte Francis Matthey , die Expo.02 sei mehr als nur eine Ausstellung: «Sie ist eine Reise und ein Labor.» Sie stelle eine «bunte, kreative und lebendige Schweiz» vor, die auch ein «Quentchen Verrücktheit» kultiviere.
swissinfo und Agenturen

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