Swisscom gegen Tarifsenkungen
Der Telekommunikations-Konzern Swisscom wehrt sich gegen die von der Eidg. Kommunikations-Kommission (ComCom) verfügte Verbilligung seiner Mietleitungen. Anfang Oktober hatte die ComCom entschieden, Mietleitungen der Interkonnektion zu unterstellen.
Die Swisscom bestreitet, dass Mietleitungen unter die Interkonnektion fallen. Sie lehnt die willkürliche Preisfestlegung in einem Wettbewerbsumfeld ab.
Die aktuellen Swisscom-Mietleitungspreise seien kompetitiv und lägen im europäischen Mittel, argumentierte die Swisscom in einer Mitteilung vom Donnerstag (02.11.). Daher fechte der grösste Schweizer Telekommunikations-Konzern die Verfügung beim Bundesgericht an.
Bereits heute sei die Swisscom mit ihrer flächendeckenden Telecom-Infrastruktur einem starken Wettbewerb ausgesetzt, insbesondere durch Kabelnetz- und Stadtnetzbetreiber. Dieser Wettbewerb werde durch den Auftritt von weiteren Anbietern, etwa beim Wireless Local Loop, noch intensiviert.
Die von der ComCom geforderten Preissenkungen von bis zu 63 Prozent bezögen sich auf die Preise von 1998. In den letzten zwei Jahren habe Swisscom die Preise jedoch mehrmals gesenkt. Die Verfügung der ComCom berücksichtige die aktuellen Swisscom-Preise daher nur ungenügend.
swissinfo und Agenturen
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