Zürcher Gleichstellungs-Preis geht an «Fraz»
Der diesjährige Zürcher Gleichstellungs-Preis geht an die Frauen-Zeitschrift "Fraz". Der mit 10'000 Franken dotierte Preis wurde am Dienstagabend (07.11) zum vierten Mal vergeben.
«Mit Humor und Pfiff» vermöge die «Fraz» seit 25 Jahren das Selbstwertgefühl des sogenannten schwächeren Geschlechts zu stärken, sagte Stadträtin Monika Weber an der Preisverleihung. Die Zeitschrift vertrete in der Medienlandschaft einen pointierten emanzipatorischen Ansatz.
Die erste Ausgabe der damaligen «Fraue-Ziitig» erschien 1976 als Sprachrohr der «Frauenbefreiungs-Bewegung» (FBB). Entsprechend beschränkte sich der Inhalt in der ersten Zeit vor allem auf feministische, politische Themen.
Mittlerweile wurde das Spektrum breiter. Heute ist jede «Fraz» einem Schwerpunktthema und einem Nebenthema gewidmet. Das Magazin nimmt sich verschiedenster Aspekte der Gesellschaft an – stets aus dem Blickwinkel der Frau.
Nach wie vor knappes Budget
Gleich geblieben ist in all den Jahren das knappe Budget: Derzeit stehen pro Heft gerade 1’500 Franken zur Verfügung. Die heute neun Redaktorinnen produzieren das vierteljährlich in einer Auflage von 3’000 Exemplaren erscheinende Magazin nebenberuflich. Finanziert wird das Heft über die rund 1’500 Abonnemente, über Inserate und die Infrastruktur des Frauenzentrums Zürich.
Mit dem Förderpreis für die Gleichstellung von Frau und Mann zeichnet die Stadt Zürich seit 1997 Organisationen, Projekte oder Gruppen aus, die sich besonders für die Gleichstellung von Frau und Mann einsetzen.
Die ersten drei Preise gingen an den Treffpunkt schwarzer Frauen (1997), den Verein Wen Do – Selbstverteidigung von Frauen für Frauen (1998) und ans FIZ – Fraueninformations-Zentrum für Frauen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa (1999).
swissinfo und Agenturen
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