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Aufmerksamkeit und Besorgnis in der Schweiz

Aussenminister Deiss ist besorgt. Keystone Archive

In der Schweiz sind nach den amerikanisch-britischen Angriffen auf Ziele in Afghanistan die Sicherheits-Massnahmen für ausländische Vertretungen erhöht worden. Luftwaffe und Festungswachtkorps sind in erhöhter Alarmbereitschaft.

Die verschärften Massnahmen für ausländische Vertretungen waren noch am Sonntagabend unmittelbar nach Bekanntwerden der Angriffe getroffen worden. Gemäss dem Bundesamt für Polizei (BAP) ging es dabei einerseits um eine Erhöhung der bestehenden Massnahmen bei ausländischen Vertretungen.

Anderseits seien Schutzmassnahmen für diplomatische Vertretungen von weiteren exponierten Staaten angeordnet worden. Um welche Länder es sich dabei handelt, wollte BAP-Sprecherin Daniele Bersier nicht sagen. Franz Märki, Chef Mediendienst der Stadtpolizei Bern, sagte, die Stadtpolizei bewache seit Sonntagabend auch die Residenz des US-Botschafters.

Auch die Kantonspolizei Zürich passte ihre Sicherheitsmassnahmen am Flughafen Unique «der neuen Situation an». Mediensprecher Karl Steiner wollte aber keine Details bekannt geben. Die Passagiere sollen von diesen Massnahmen nichts merken.

Teile der Armee in Bereitschaft

Gewisse Teile der Armee sind schon seit den Anschlägen in den USA vom 11. September in erhöhter Bereitschaft. Betroffen seien vor allem die Luftwaffe und das Festungswachtkorps, sagte der Sprecher des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), Oswald Sigg.

Zudem habe der Generalstabschef angeordnet, dass die Soldaten des Infanterie-Regiments 34, die zur Zeit ihren Dienst leisten, eine Ausbildung für Sicherheitsaufgaben absolvieren.

Der Bundesrat selber hatte bereits am Sonntagabend mit einer gewissen Beunruhigung auf die Angriffe reagiert. Aussenminister Joseph Deiss wies darauf hin, dass eine entschiedene, gezielte und verhältnismässige Antwort auf die massiven Terroranschläge gerechtfertigt sei.

Der Bundesrat habe aber auch stets unterstrichen, dass Aktionen in erster Linie darauf ausgerichtet sein sollten, die Schuldigen zu bestrafen und dass auf die Zivilbevölkerung Rücksicht zu nehmen sei. Anfragen für Überflugrechte hat die Schweiz bisher nicht erhalten.

Evakuationsplan für Schweizer in Pakistan

Das Aussenministerium hat alle verbliebenen Schweizer Staatsbürger in Pakistan und Afghanistan kontaktiert. Ein Evakuationsplan für 100 Personen in Pakistan ist ausgearbeitet. Damit soll es den in Pakistan verbliebenen Schweizer Staatsbürgern jederzeit möglich sein, das Land zu verlassen.

Das EDA rät weiterhin von Reisen nach Pakistan ab.

swissinfo und Agenturen

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