Basel und Servette wollen Fehlstart korrigieren
Die NLA-Qualifikation geht im Vier-Tage-Rhythmus weiter. Heute Mittwoch (10.07.) gelangen die Partien Basel - Servette und Lausanne - Young Boys (2. Runde) sowie die Begegnung Lugano - Sion (4. Runde) zur Austragung
Besondere Aufmerksamkeit kommt dem Spiel im St.-Jakob-Park zu, wo mit Basel und Servette die beiden grossen Verlierer der Startrunde aufeinander treffen. Basels Trainer Gross kündigte an, dass seine Mannschaft «um jeden Quadratmeter Rasen kämpfen» wird.
Die Statistik verspricht immerhin beiden Trainern eine halbes Erfolgserlebnis. Seit Einführung des aktuellen Modus vor 14 Jahren endeten sieben der 14 Begegnungen unentschieden, so auch die Partie des letzten Spieltages der vergangenen Saison (1:1). Den Ausgleichstreffer für die Bebbi erzielte damals Barberis.
Jener Akteur also, der nun Chipperfield, dem neuen Hoffnungsträger der Basler, Platz machen muss. Der Fussballer des Jahres in Ozeanien soll mit seinen Sturmläufen über die linke Seite die Angreifer Muff und Tum assistieren. «Spiele gewinnt man im Sturm, Meisterschaften in der Defensive», heisst eine alte Weisheit im Fussball. Wenn sie stimmt, wird Basel in dieser Saison wohl kaum den Titel gewinnen.
Vor Wochenfrist in Sion genügte jeweils ein Steilpass der Walliser, um die langsame Innenverteidigung des FCB mit Murat Yakin und Kreuzer auszuspielen. In dieser Verfassung dürfte es die Defensive der Basler auch schwer haben, gegen die schnellen Servette-Stürmer Thurre und Frei zu bestehen.
YB in Lausanne
Aufsteiger Young Boys gastiert nach dem rauschenden Wankdorf-Abschiedsfest auf der Pontaise. Die letzte Begegnung in der Meisterschaft gegen die Waadtländer gewannen die Berner im Oktober 1998 7:2, was die Entlassung des damaligen Lausanne-Trainers Georges Bregy zur Folge hatte.
Auch heute sind die Chancen auf ein positives Ergebnis nicht schlecht. Während die Young Boys gegen Vizemeister Lugano eine ansprechende Leistung zeigten, ist Lausanne noch wenig konstant. Im UEFA-Intertoto-Cup hat sich die Mannschaft von Trainer Nunweiler gegen Sturm Graz für die dritte Runde qualifiziert. In der Meisterschaft dagegen war Lausanne im Startspiel in St. Gallen chancenlos (0:3).
Im Tessin will Lugano erstmals seit fünf Spielen Angstgegner Sion bezwingen. In der vergangenen Spielzeit erkämpfte sich Sion im Tessin zwei Unentschieden. Für Roussey, den Trainer der Walliser, ist das Resultat sekundär: «Wichtig ist, dass wir in den ersten Partien die Stabilität finden.»
Der Franzose war nach dem 8:1- Erfolg gegen Basel erstaunt über die Darbietung des Gegners: «Ich kenne den Schweizer Fussball natürlich noch nicht sehr gut, aber man sagte mir, Basel sei ein Meisterschaftsfavorit.» Nun trifft Sion in Lugano auf eine weitere Mannschaft aus diesem Kreis…
swissinfo und Agenturen
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