Federer griff in Miami ins Leere
Der Schweizer Tennisprofi Roger Federer wollte in Key Biscayne nach dem Titel greifen. Doch er griff ins Leere. Federer verlor den Halbfinal gegen den Serben Novak Djokovic nach passablem Beginn 6:3, 2:6, 3:6.
Nach der Partie spielte Federer sein blamables Ausscheiden mit Humor herunter. Die schlechteste Leistung seit dem Durchbruch an die Spitze sei es nicht gewesen, denn «immerhin spielte ich gegen die Nummer 3 der Welt und gewann einen Satz».
Sein Auftritt frustrierte den Schweizer aber dermassen, dass er in der Startphase des dritten Satzes völlig die Contenance verlor. Er zertrümmerte bei 0:2, 0:30 ein Racket.
Dennoch reagierte Federer am Schluss auf die Abfuhr sogar mit einer Spur Ironie: «Djokovic spielte im ersten Satz dermassen schlecht. Ich staune, dass ich es fertig gebracht habe, noch viel schlechter zu spielen.»
Dabei hatte für Roger Federer alles perfekt begonnen: Nach weniger als 20 Minuten führte er 5:1. Danach verlor der Basler aber völlig den Faden.
Im zweiten Satz brachte er dreimal den Aufschlag nicht durch und auch im finalen Durchgang geriet er umgehend 0:4 in Rückstand. Federer realisierte noch ein Break (zum 1:4), eine Chance zur Wende erhielt er aber nicht mehr.
Djokovic trifft im Final am Sonntag auf den Schotten Andy Murray, der im zweiten Halbfinal den Argentinier Juan Martin Del Potro 6:1, 5:7, 6:2 besiegt hat.
swissinfo und Agenturen
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