Senegal und die Schweiz: Treffen zweier «Nachbarn»
Der Präsident Senegals, Abdulaye Wade, hofft auf verstärkte Handelsbeziehungen und Bildungsprojekte mit der Schweiz. Er traf am Donnerstag in Bern mit Bundespräsident Moritz Leuenberger und Aussenminister Joseph Deiss zusammen.
Leuenberger bezeichnete die Schweiz und Senegal an der Pressekonferenz am Donnerstag als «Nachbarn». Dies beziehe sich nicht auf die geografische Lage, sondern auf die Kultur. Beide Staaten haben laut Leuenberger ein demokratisches Wahlsystem und kennen die Probleme der Mehrsprachigkeit in einem Land.
Einig im Kampf gegen Terrorismus
Der Schweizer Bundespräsident sprach auch den Terrorismus an. Sowohl die Schweiz als auch Senegal seien bemüht, keine Plattform für Terrorismus zu bieten. Präsident Wade betonte, dass Afrika am internationalen Kampf gegen den Terrorismus teilnehme.
Wade zeigte sich erfreut über die Unterstützung der G-8 für einen von afrikanischen Staaten erarbeiteten Entwicklungsplan. Mit ihm sollen die Infrastruktur, die Bildung, das Gesundheitswesen, die Landwirtschaft sowie neue Technologien gefördert werden. Darüber hinaus soll auch der Marktzugang erleichtert werden. Der Plan war im Juli in Lusaka beschlossen worden.
Zusammenarbeit im Bildungswesen
Von der Schweiz erhofft sich Wade verstärkte Handelsbeziehungen. Vor allem aber wünsche er sich eine starke Zusammenarbeit im Bildungswesen. Besonders im Bereich der technologischen Ausbildung und Entwicklung sei die Schweiz vorbildlich.
Wegen dem Blutbad im Zuger Kantonsparlament wurde der offizielle Teil des Treffens abgekürzt, da Bundespräsident Leuenberger nach Zug abreiste. Am Nachmittag stand für Wade ein Besuch beim Institut für Mikrotechnik in Neuenburg und ein Treffen mit der Neuenburger Regierung auf dem Programm.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch