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Nahost-Eskalation sorgt für Verluste an Schweizer Börse

Keystone-SDA

Die Eskalation im Nahen Osten belastet zum Wochenstart die Aktienmärkte weltweit. Auch der Schweizer SMI gibt nach, während steigende Ölpreise neue Inflationssorgen schüren.

(Keystone-SDA) Die Lage im Nahen Osten ist über das Wochenende wieder eskaliert und schickt die Aktienmärkte weltweit auf Tauchgang. Dem kann sich auch der Schweizer SMI nicht entziehen. Die Entwicklungen im Nahen Osten über das Wochenende bestätigten einmal mehr, wie fragil und unvorhersehbar die dortige Lage sei, kommentiert ein Händler.

Trotz der vereinbarten Waffenruhe kam es am Wochenende erneut zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen Israel und dem Iran. Das führt zu einem erneuten Anstieg der Ölpreise. «Damit sind alle Befürchtungen hinsichtlich einer hartnäckigen Inflation zurück im Markt und treffen auf Anleger, die sich jetzt entscheiden müssen, ob sie vor der Sommerpause lieber noch etwas Risiko aus ihren Depots nehmen», erklärt ein Händler.

SMI mit Verlusten

Der Swiss Market Index (SMI) verliert gegen 10.55 Uhr 0,69 Prozent auf 13’295,84 Punkte. Die Verlierer (17) sind klar in der Überzahl. Der SMIM der mittelgrossen Werte fällt um 0,81 Prozent auf 2969,41 Punkte und der breite SPI um 0,83 Prozent auf 18’768,92 Punkte.

In Europa geben die wichtigsten Indizes wie etwa der deutsche Dax oder auch der französische Cac-40 in ähnlichem Umfang nach wie der SMI. In Asien sind die Abgaben am Morgen teilweise deutlich stärker ausgefallen. Dort setzte vor allem der Ausverkauf im US-Techsektor am vergangenen Freitag viele Notierungen unter Druck.

Techwerte schwach

Das setzt auch den Technologiewerten hierzulande zu. Bei den Blue Chips fallen Logitech um 0,9 Prozent. Im weiteren Feld folgen VAT, AMS Osram, Inficon und Comet mit Abgaben von bis zu 2,8 Prozent.

Neben den Finanzierungsfragen verweisen viele Händler auch auf den am Freitag anstehenden Börsengang von SpaceX. Nicht nur, dass er als ein grosser Stimmungstest für den Sektor gesehen wird. Um an diesem Mega-Event teilnehmen zu können, sei es auch gut möglich, dass Investoren ihre Mittel aus anderen Engagements abziehen – allen voran der zuvor heiss gelaufenen Technologie-Branche.

Aber nicht nur der SpaceX-IPO gilt als wegweisendes Ereignis in dieser Woche. Mit der Europäischen Zentralbank beginnt am Donnerstag zudem eine neue Zentralbanken-Runde. In der kommenden Woche folgen dann US-amerikanische Fed und Schweizerische Nationalbank. In allen Fällen werden Marktteilnehmer vor allem darauf achten, wie die Währungshüter die weitere Inflationsentwicklung bewerten, zumal sich kein Ende des Nahost-Konfliktes abzeichnet.

Wie nervös Anleger auf schlechte Nachrichten reagieren, zeigt sich zum Wochenstart auch bei Kardex. Die Titel sacken um 13,5 Prozent ab, nachdem der Lagerlogistiker angekündigt hat, 2026 eine tiefere EBIT-Marge zu erwarten.

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