Ombudsman warnt vor Vertrauensverlust

Die Anlaufstelle des Banken-Ombudsmans sei 2008 mit Anfragen und Beschwerden richtiggehend überflutet worden, sagte Hanspeter Häni am Dienstag vor den Medien. Er hatte 4144 Anfragen zu behandeln, im Vorjahr seien es bloss 1609 gewesen.

Dieser Inhalt wurde am 07. Juli 2009 - 15:31 publiziert

Die Probleme nach den Pleiten der US-Investmentbank Lehman Brothers und der isländischen Kaupthing Bank sowie die strukturierten Produkte mit dem verfänglichen Titel "Absolute Return" hätten rund die Hälfte der über 4000 Anfragen des letzten Jahres ausgemacht.

Die Zahl der schriftlichen Anfragen hat sich fast verdreifacht, von 746 auf 2105. 43% dieser Anfragen blieben über das Berichtsjahr hinaus pendent.

"Leider sahen wir zu viele Fälle, wo das Vertrauen der Kunden mit Füssen getreten wurde, das Vertrauen, welches immer wieder als wichtigstes Kapital der Banken beschworen wird", fasst Häni die Erfahrungen im Krisenjahr 2008 zusammen.

"Meine Sorge ist, dass auf diese Weise durch einzelne Banken der ganze Berufsstand in Mitleidenschaft gezogen wird und damit auch die grosse Mehrzahl der Banken, die sich ihrer Verantwortung stellen."

Den Anlegern rät er: "Kaufe nur das, was Du auch wirklich verstehst".

Die ebenfalls von Häni geführte Anlaufstelle für nachrichtenlose Vermögenswerte hat letztes Jahr Werte von 2,25 Millionen Franken an Berechtigte vermittelt.

swissinfo.ch und Agenturen

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