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Meinung
Swiss Made

Forschung und Innovation – das Lebenselixier der Schweizer Wirtschaft

Innovation ist für den Wohlstand der Schweiz entscheidend. Dafür seien zwar in erster Linie die Unternehmen zuständig, sagt Luciana Vaccaro, Vizepräsidentin von Innosuisse, der Agentur des Bundes für Innovationsförderung. Aber auch dem Staat komme eine wichtige Rolle zu. Dies gelte gerade in Krisenzeiten.

Dieser Inhalt wurde am 10. September 2020 - 10:20 publiziert
Luciana Vaccaro, Rektorin der Fachhochschule Westschweiz (FH-SO) und Vizepräsidentin von InnoSuisse

Die Schweiz ist nach wie vor eines der innovativsten Länder. Laut dem European Innovation Scoreboard (EIS), der jüngst erschienenen Europäischen Innovationsrangliste, führt unser Land das Ranking dank attraktiven Forschungs- und Bildungssystemen und privater Investitionen an. Es ist kein Zufall, dass hier die Schweiz seit Jahren an der Spitze steht.

Dies ist einerseits auf das Schweizer Hochschulmodell zurückzuführen: Es vereint exzellente Universitäten – fünf davon gehören gemäss QS-Ranking 2020 zu den 125 besten der Welt – und Fachhochschulen mit direktem Bezug zur Berufswelt. Andererseits sorgen innovative Schweizer Unternehmen dafür, dass das an den Hochschulen gewonnene Knowhow in den Markt einfliesst.

Digitale Transformation und Klimawandel

Forschung und Innovation sind somit das Lebenselixier der Schweizer Wirtschaft – und unseres Wohlstands im weitesten Sinne. Ohne sie wären heute nicht nur unsere wirtschaftliche Vitalität und die damit verbundenen hochqualifizierten Arbeitsplätze undenkbar. Vor allem wäre die Schweiz aber auch weit weniger gut gerüstet, um die grossen gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen unserer Zeit zu meistern.

Natürlich denkt man zuerst an die digitale Transformation und den Klimawandel. Aber es besteht Innovationsbedarf in vielen Bereichen, vom Gesundheitssystem bis zur Biodiversität, von der Sozialpolitik bis zur landwirtschaftlichen Produktion. Deshalb ist es wichtig, Forschung und Innovation proaktiv zu fördern.

In Krisenzeiten, wie wir sie gerade mit der Covid-19-Pandemie erleben, ist die staatliche Innovationsförderung umso wichtiger, um die Innovationsfähigkeit der Schweizer Unternehmen und ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu erhalten. Dank der Förderinstrumente trägt Innosuisse, die Schweizerische Agentur für Innovationsförderung, in vollem Umfang zu diesem Ziel bei.

Budget nach oben korrigiert

Der Stellenwert der Organisation und ihrer Unterstützungsangebote wurde durch den Beschluss des Ständerats im Juni anerkannt, womit das Förderungsbudget in den nächsten vier Jahren um weitere 130 Millionen Franken aufgestockt wird.

Die Mission von Innosuisse besteht in der Förderung wissenschaftsbasierter Innovation zugunsten der Schweizer Wirtschaft und Gesellschaft. In wirtschaftlicher Hinsicht ist die Agentur bestrebt, die Innovationsfähigkeit von KMU zu fördern und eine wettbewerbsfähige Startup-Kultur zu entwickeln. In der Tat werfen die digitale Transformation und die gegenwärtige Automatisierung viele Fragen für die Gesellschaft auf und stellen Unternehmen vor grosse Herausforderungen.

Innosuisse unterstützt sie bei der Bewältigung dieser strukturellen Veränderungen und bei der Erschliessung neuer Geschäftschancen bei gleichzeitiger Entwicklung langfristig ökologisch nachhaltiger Lösungen.

"Durch ihre Schlüsselstellung ermöglicht Innosuisse Unternehmen den Zugang zu neuestem wissenschaftlichen Knowhow unserer Hochschulen".

Luciana Vaccaro

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Konkret übernimmt Innosuisse bis zu 50% der Kosten von wissenschaftlichen Innovationsprojekten, an denen Schweizer Akteure (Industrieunternehmen, KMU, Startups, private oder öffentliche Institutionen) mit Forschungspartnern von Universitäten und Forschungsinstituten zusammenspannen.

Investitionen in die Zukunft

Die Förderung aus öffentlichen Mitteln unterscheidet sich von privaten Investitionen. Innosuisse wendet das Subsidiaritätsprinzip an: Die Bundesagentur unterstützt jene innovativen Projekte, die ohne öffentliche Mittel nicht möglich wären.

Kleine und mittlere Unternehmen oder Startups haben so die Gewissheit, dass sie über die besten Instrumente verfügen, um sich an die Herausforderungen anzupassen und weiter zu wachsen. Denn die Förderung von Forschung und Innovation bedeutet, in die Zukunft zu investieren.

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