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Pharmaverband VFA erwartet 2010 höchstens leichtes Umsatzplus

Dieser Inhalt wurde am 02. Dezember 2009 - 12:50 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Der Verband der Forschenden Arzneimittelhersteller (VFA) rechnet angesichts der anhaltenden Finanz- und Wirtschaftskrise im kommenden Jahr mit konstanten bis leicht steigenden Umsätzen. Eine solche Entwicklung erwarteten 59,4 Prozent der befragten Mitgliedsunternehmen, sagte VFA-Vorstandschef Wolfgang Plischke am Mittwoch vor Journalisten in Frankfurt. Fast jedes fünfte Unternehmen rechne mit rückläufigen Erlösen. Im Vorjahr waren dies nach Aussage des Bayer-Vorstandsmitglieds Plischke nur rund 13 Prozent.
2008 hätten die im VFA organisierten Unternehmen einen Umsatz von 36,8 Milliarden Euro erwirtschaftet, sagte er. Im VFA mit Sitz in Berlin sind 50 forschende und in Deutschland tätige Pharmaunternehmen organisiert. Ein wichtiges Standbein der pharmazeutischen Industrie in Deutschland ist laut Plischke nach wie vor das Auslandsgeschäft. Der Exportanteil ist von rund 36 Prozent im Jahr 1995 auf mehr als 56 Prozent im Jahr 2008 gestiegen. In der Rangfolge der Produktionsstandorte liegt Deutschland nach den USA, Japan und Frankreich an vierter Stelle.
STABILE BIS STEIGENDE UMSÄTZE ERWARTET
Mit Andauern der Wirtschaftskrise zeigt sich die Branche etwas weniger optimistisch als im Vorjahr. Weniger Optimismus sei jedoch kein Pessimismus, sagte Plischke. Rund 80 Prozent der Mitgliedsunternehmens erwarteten stabile oder sogar steigende Umsätze. Das Jahr 2010 werde in puncto Beschäftigung schwerer werden als 2009. Rund 38 Prozent der im VFA organisierten Unternehmen plane einen Arbeitsplatzabbau.
Geringer dürften 2010 auch die Ausgaben für Forschung & Entwicklung ausfallen: Während 2008 noch 43,8 Prozent der Unternehmen eine Erhöhung der F&E-Aufwendungen geplant hatten, sind es laut Plischke in diesem Jahr weniger als ein Drittel. 2008 beliefen sich die F&E-Ausgaben auf 4,84 Milliarden Euro - ein Anstieg von rund 7 Prozent. Der Bayer-Manager sprach sich aus Wettbewerbsgründen für eine steuerliche Forschungsförderung wie in anderen europäischen Ländern aus. 2009 sei der Anteil der klinischen Forschung in Deutschland im Vergleich zu den Vorjahren auch wegen der Entwicklungen in der Impfstoff-, Diabetes-, und Onkologieforschung gestiegen.
FAST 50 NEUE MEDIKAMENTE MÖGLICH
Bis Anfang Dezember wurden nach Aussage von VFA-Hauptgeschäftsführerin Cornelia Yzer 33 Wirkstoffe in Deutschland (2008: 31) zugelassen. In den kommenden Jahren könnten bis zu 49 neue Medikamente hierzulande auf den Markt kommen. Dann dürfte Branchenexperten zufolge auch die Diskussion über die Kosten-Nutzen-Bewertung von Arzneimitteln das Gesundheitssystem stärker bestimmen als bisher. Die Pharmahersteller seien bereit, ihren Beitrag dazu zu leisten. In Deutschland untersucht das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) den Nutzen von Medikamenten./ep/stw

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