Neuenburger Regierung bleibt bürgerlich
Neuenburgs Regierung ist wieder komplett: Bei den Ersatzwahlen konnte sich am Sonntag Thierry Grosjean (FDP.Die Liberalen) deutlich gegen den Grünen Patrick Erard durchsetzten. Damit bleibt die Kantonsregierung in bürgerlicher Hand.
Nach der Auszählung des zweiten Wahlgangs konnte der 54-jährige Grosjean 24’319 Stimmen auf sich vereinen, Erard hingegen lediglich 21’816. Die Stimmbeteiligung lag bei knapp 37%. Neu besteht die Neuenburger Regierung aus Jean Studer und Gisèle Ory, beide von der Sozialdemokratischen Partei (SP), sowie aus Claude Nicati, Philippe Gnaegi und Thierry Grosjean von der Freisinnig-Demokratischen Partei (FDP.Die Liberalen).
Der neu gewählte Grosjean ist Vater von vier Kindern und amtete bis anhin als Direktor der Weinkellerei Auvernier, der Grössten im Kanton. Er gilt als konsensorientierter Politiker. Die Wahl Grosjeans zeichnete sich ab. Schon im ersten Wahlgang erreichte er das beste Resultat, obwohl er von mehreren bürgerlichen Kandidaten Konkurrenz erhielt.
Die Linke hatte sich auf einen Kandidaten geeinigt, in der Hoffnung, den 2009 verlorenen Sitz zurück zu gewinnen. Damals wurde der Grüne Regierungsrat Fernand Cuche abgewählt, die FDP erhielt einen dritten Sitz.
Die Regierungsratsersatzwahlen wurden nötig, weil FDP-Regierungsrat Frédéric Hainard im August seinen Rücktritt bekannt gegeben hatte. Der frühere stellvertretende Chef der Neuenburger Sicherheitspolizei war unter Druck geraten. Ihm wurden Vetternwirtschaft und Amtsmissbrauch vorgeworfen.
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