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Integrationsvereinbarungen bewähren sich

Der 2008 in fünf Kantonen gestartete Pilotversuch erhält von den Behörden gute Noten. Zentraler Inhalt sind Deutschkurse. Wer diese schwänzt, soll nicht automatisch die Aufenthaltsbewilligung verlieren, stimmen die Kantone überein.

Dieser Inhalt wurde am 06. Mai 2010 - 18:00 publiziert

Seit zwei Jahren schliessen die Behörden der Kantone Basel-Landschaft, Basel Stadt, Solothurn, Zürich und Aargau mit Migranten Integrationsvereinbarungen ab.

Im Rahmen des Pilotversuches wurden mit Personen aus insgesamt 45 Nationen Integrationsvereinbarungen abgeschlossen. Frauen bildeten dabei mit 76% die grösste Gruppe. In der Studie haben Experten der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) gesamthaft 240 Integrationsvereinbarungen untersucht.

Das Ziel der Abkommen: Die ausländische Bevölkerung soll mehr Chancengleichheit erhalten sowie besser am öffentlichen Leben teilnehmen können. Beim den Inhalten steht deshalb Deutsch lernen im Vordergrund.

Integrationsvereinbarungen würden vor allem dann angewendet, wenn eine Person in mehreren Bereichen erhebliche Defizite aufweise, betonte Guy Morin, Regierungspräsident von Basel-Stadt. Mit diesem Vorgehen sei sein Kanton bisher gut gefahren.

Weitgehend einig sind sich die Kantone darin, dass das Nicht-Einhalten der Vereinbarung nicht automatisch zu einem Entzug der Aufenthaltsbewilligung führen soll. Dazu müssen sich die Betreffenden noch anderes zu Schulden kommen lassen.

Aufgrund der Erfahrungen in den fünf Kantonen raten die Autoren davon ab, mit allen Migrantinnen und Migranten Vereinbarungen abzuschliessen. Solche sollten nur mit Personen angestrebt werden, bei denen sich ein schwieriger Integrationsverlauf abzeichne.

Hingegen empfehlen die Fachleute ein Erstinformationsgespräch mit allen Neuzuziehenden aus dem Ausland.

swissinfo.ch und Agenturen

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