Ja zur Italianità
Italienisch-Sprachige sollen in der Bundesverwaltung nicht länger untervertreten sein. Nach dem Ständerat hat sich auch der Nationalrat dafür ausgesprochen, dass eine Person bestimmt werden soll, die für die Förderung der italienischen Sprache in der Verwaltung zuständig ist.
Der Nationalrat überwies am Donnerstag stillschweigend eine
Motion des christlichdemokratischen Ständerats Filippo Lombardi.
Personen aus der italienischsprachigen Region der Schweiz
seien in der Bundesverwaltung untervertreten, begründete der Tessiner sein Anliegen. Eine Ombuds-Person könnte laut Lombardi einen Kulturwandel herbeiführen.
Der Bundesrat zeigte sich bereit, die Motion entgegenzunehmen.
Finanzminister Hans-Rudolf Merz wies allerdings darauf hin, dass die Regierung in der Zwischenzeit die Stelle eines Delegierten für Mehrsprachigkeit geschaffen habe. Dessen Aufgabe sei es, alle Minderheitensprachen zu fördern.
swissinfo.ch und Agenturen
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