Jean-René Germanier oberster Schweizer
Der Nationalrat hat den Freisinnigen Jean-René Germanier mit 163 von 170 Stimmen für ein Jahr zu seinem Präsidenten gewählt. Der Urner Christlichdemokrat Hansheiri Inderkum präsidiert den Ständerat.
An der Spitze des Nationalrats (grosse Kammer) löst der 51-jährige Winzer Germanier die Aargauer Sozialdemokratin Pascale Bruderer ab.
Er ist der siebte Walliser, der den Nationalrat präsidiert. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern gehört er aber nicht der CVP oder deren Vorgängerpartei, der Katholischkonservativen Partei, an.
Als höchster Schweizer wolle er versuchen, die verschiedenen Regionen im Land einander näher zu bringen, sagte Germanier. Es sei unabdingbar, dass die verschiedenen Gruppen einander träfen, einander kennenlernten und auch einander feierten. Germanier versprach, in seinem Amtsjahr sämtliche Kantone mindestens einmal zu besuchen.
Er wird in seinem Amt von zwei weiteren Vertretern aus der Landwirtschaft unterstützt: Neuer erster Vizepräsident ist der Präsident des Bauernverbands, Hansjörg Walter (SVP), neue zweite Vizepräsidentin die Biobäuerin Maya Graf (Grüne). Sie wird voraussichtlich in zwei Jahren als erste Vertreterin dieser Partei überhaupt die grosse Kammer leiten.
Die kleine Kammer wählte den 63-jährigen Juristen Hansheiri Inderkum mit 44 einstimmig zum neuen Ständeratspräsidenten.
Erster Vizepräsident der kleinen Kammer ist der freisinnige Hans Altherr aus Appenzell Ausserrhoden, zweiter «Vize» wurde der Tessiner Filippo Lombardi, ebenfalls von der FDP.
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