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MÜNCHEN (awp international) - Die Ermittlungen der Münchner Staatsanwaltschaft zu Milliardenverlusten der BayernLB mit Schrott-Immobilienpapieren stehen einem Medienbericht zufolge vor dem Abschluss. Ein Verfahren wegen Verdachts der Untreue gegen ein früheres Vorstandsmitglied werde in Kürze eingestellt, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" (Samstag). Bei der Staatsanwaltschaft war am Wochenende niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.
Das Geschäft mit den riskanten US-Immobilienpapieren hatte der Bank im Zuge der weltweiten Finanzkrise horrende Verluste beschert und die Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen. Milliarden Euro verbrannte die Landesbank mit sogenannten ABS-Papieren (Asset Backed Securities). Das scheibchenweise Eingeständnis der Belastungen kostete Vorstandschef Werner Schmidt im Februar 2008 den Job.
Strafrechtlich untersuchen die Ermittler bereits seit 2008 die ABS-Geschäfte. Es besteht der Verdacht, dass die Bank zwischen 2005 und 2007 bewusst und systematisch die bankinternen Richtlinien zur Risikosteuerung bei bestimmten Wertpapiergeschäften verletzt hat. Ob, wann und wer sich dafür vor Gericht verantworten muss, blieb aber bislang offen. Zivilrechtlich hat der Vorstand der BayernLB auf Ansprüche gegen die damaligen Aufseher aus dem Verwaltungsrat verzichtet.
Die strafrechtlichen Ermittlungen kamen dem Zeitungsbericht zufolge in Gang, als Ex-Risikovorstand Gerhard Gribkowsky bei einer Vernehmung durch die Münchner Staatsanwaltschaft am 2. Februar 2010 schwere Vorwürfe gegen Kollegen erhob. Gribkowsky war Anfang Januar verhaftet worden. Die Ermittler werfen dem Ex-Vorstand vor, 50 Millionen Dollar für sein "Entgegenkommen" beim Verkauf der Formel-1- Anteile der BayernLB 2006 bekommen zu haben./dwi/DP/he

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