Patrick Chappatte: «Humor ist ein Barometer für die Demokratie»
Patrick Chappatte bei der Gestaltung einer Karikatur für die US-amerikanische Zeitung The Boston Globe.
Carlo Pisani/SWI swissinfo.ch
Der schweizerisch-libanesische Karikaturist Patrick Chappatte spricht in unserer neuesten On the Record-Folge darüber, warum Satire nach wie vor aktuell und wichtig ist. Und was sie über den Zustand der Pressefreiheit sagt.
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Wo steht die Schweiz in der Welt? Und wohin steuert sie? Aktuelle und künftige Entwicklungen stehen bei mir im Fokus.
Nach dem Studium (Geschichte, Rechtswissenschaften und Europastudien) eine Zeit lang auf der Schweizer Botschaft in Athen gearbeitet. Journalistische Erfahrungen im In- und Ausland, auf lokaler wie nationaler Ebene, als Freelancer wie auch als Angestellter. Heute mit internationalem Fokus.
Ich bin ein Visual Storytelling Producer, der sich auf lange und serielle Multimedia-Produktionen spezialisiert hat. Ich arbeite mit Journalisten zusammen, um Tools und Arbeitsabläufe in verschiedenen Sprachen zu verbessern, die Einhaltung des Inhaltsstils zu gewährleisten und die Recherche und Umsetzung innovativer visueller Techniken zu leiten.
In Italien geboren und in Afrika aufgewachsen, bin ich heute in der Schweiz zu Hause. Ich habe an der Italienischen Nationalen Filmschule Filmregie studiert und als Dokumentarfilmeditor und Regisseur/Produzent in Berlin und Wien gearbeitet. Ich habe mich darauf spezialisiert, Multimedia in fesselnde Geschichten zu verwandeln.
Ich bin eine erfahrene Videojournalistin, der es ein Anliegen ist, komplexe Themen durch fesselndes multimediales Storytelling zugänglich und ansprechend zu machen. Ich konzentriere mich auf soziale und ökologische Themen und produziere verschiedene Videoformate zu einer breiten Palette von Themen, wobei ich mich auf wirkungsvolle Erklärvideos mit bewegten Grafiken und Stop-Motion-Animationen spezialisiert habe.
Während meines Studiums der Filmwissenschaft, Anglistik und Journalistik habe ich in der ganzen Schweiz Erfahrungen bei Radio, Fernsehen und Printmedien gesammelt. Nachdem ich für das Bild- und Tonteam des Filmfestivals Locarno gearbeitet habe, bin ich seit 2018 für SWI swissinfo.ch tätig und produziere lokale und internationale Reportagen.
Er spricht so klar, wie seine Karikaturen direkt sind: Der Genfer Karikaturist Patrick Chappatte, dessen Karikaturen unter anderem im Boston Globe und in Le Temps veröffentlicht werden. In einer Zeit, in der autoritäre Regimes gegen die Presse vorgehen und eine «Karikatur im Weissen Haus sitzt», versuche er aufzuzeigen, «wie die Dinge wirklich sind».
Als langjähriger VerfechterExterner Link des Rechts auf freie Meinungsäusserung ist er besorgt über die zunehmenden Angriffe auf Satiriker:innen und Karikaturist:innen weltweit. «Humor ist ein Barometer für die Demokratie», sagt Chappatte. «Karikaturen können ein Mittel gegen Propaganda und Desinformation sein.»
Als Präsident der Freedom Cartoonists Foundation setzt sich Patrick Chappatte für andere Karikaturist:innen ein: «Früher haben wir für Karikaturisten in fernen Ländern gekämpft. Jetzt kämpfen wir für unsere Freiheiten in unseren Demokratien.»
Chappatte arbeitet derzeit für Medien in der Schweiz, Deutschland, Frankreich und den Vereinigten Staaten. Seine Karikaturen wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und in 130 Ländern veröffentlicht. Er schafft auch journalistische Comic-Reportagen, tritt als Experte in den Medien auf und tourt mit einer interaktiven Show, die er sowohl auf Französisch als auch auf Englisch aufführt.
Patrick Chappatte und Swissinfo-Journalist Giannis Mavris im Rathaus von Genf.
Carlo Pisani/SWI swissinfo.ch
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