
Patrick Chappatte: «Humor ist ein Barometer für die Demokratie»

Der schweizerisch-libanesische Karikaturist Patrick Chappatte spricht in unserer neuesten On the Record-Folge darüber, warum Satire nach wie vor aktuell und wichtig ist. Und was sie über den Zustand der Pressefreiheit sagt.
Er spricht so klar, wie seine Karikaturen direkt sind: Der Genfer Karikaturist Patrick Chappatte, dessen Karikaturen unter anderem im Boston Globe und in Le Temps veröffentlicht werden. In einer Zeit, in der autoritäre Regimes gegen die Presse vorgehen und eine «Karikatur im Weissen Haus sitzt», versuche er aufzuzeigen, «wie die Dinge wirklich sind».
Als langjähriger VerfechterExterner Link des Rechts auf freie Meinungsäusserung ist er besorgt über die zunehmenden Angriffe auf Satiriker:innen und Karikaturist:innen weltweit. «Humor ist ein Barometer für die Demokratie», sagt Chappatte. «Karikaturen können ein Mittel gegen Propaganda und Desinformation sein.»
Als Präsident der Freedom Cartoonists Foundation setzt sich Patrick Chappatte für andere Karikaturist:innen ein: «Früher haben wir für Karikaturisten in fernen Ländern gekämpft. Jetzt kämpfen wir für unsere Freiheiten in unseren Demokratien.»
Chappatte arbeitet derzeit für Medien in der Schweiz, Deutschland, Frankreich und den Vereinigten Staaten. Seine Karikaturen wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und in 130 Ländern veröffentlicht. Er schafft auch journalistische Comic-Reportagen, tritt als Experte in den Medien auf und tourt mit einer interaktiven Show, die er sowohl auf Französisch als auch auf Englisch aufführt.

Editiert von Virginie Mangin

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