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SAirGroup spricht mit Belgiens Regierung über Sabena-Verluste

Der belgische Staat soll sich an den Verlusten der defizitären Fluggesellschaft beteiligen. Keystone

Der Schweizer Luftfahrtkonzern SAirGroup steht wegen der Verluste der Sabena im Gespräch mit der belgischen Regierung. Sabena, die der SAir und dem belgischen Staat gehört, hatte nach den Verlusten ein erneutes Restrukturierungs-Programm angekündigt.

Dieser Inhalt wurde am 30. Oktober 2000 - 17:43 publiziert

"Bei den Gesprächen geht es um die derzeitige Situation und die Zukunft von Sabena", sagte SAir-Sprecher Jean-Claude Donzel am Montag (30.10.). Es gebe mehrere Möglichkeiten, die mit dem Mehrheitsaktionär, dem belgischen Staat, geprüft würden. Derzeit könnten aber noch keine Angaben gemacht werden.

Beitrag an Verlustdeckung

Laut der Londoner Zeitung "Financial Times" hat SAir, die 49,5 Prozent am belgischen Flugunternehmen Sabena hält, die belgische Regierung um einen Beitrag an die Verluste von Sabena ersucht. Die Sabena-Verluste beliefen sich im ersten Halbjahr 2000 auf 130 Mio. Franken, dies nach einem Verlust von 22,4 Mio. Fr. im vergangenen Jahr.

In der Folge hatte Sabena am 19. Oktober ein Restrukturierungs-Programm angekündigt. Dies sieht unter anderem die Streichung von derzeit defizitären Flügen und den Abbau von 400 bis 500 Stellen vor. Das Ergebnis soll so im Jahr 2001 um rund 570 Mio. Fr. verbessert werden.

Auch "andere Optionen"

Gemäss der Nachrichtenagentur afx sagte ein Sprecher des belgischen Privatisierungs- und Telekommunikations-Ministers Rik Daems am Montag, bei den Gesprächen zwischen SAir und der belgischen Regierung läge "der Fokus auf Massnahmen, um Sabena wieder zum Erfolg zu führen. Andere Optionen werden aber auch geprüft."

Die Optionen fielen unter das Regelwerk des Vertrags zwischen SAir und Belgien betreffend der Übernahme eines Mehrheitsanteils durch SAir. Weitere Kommentare lehnte der Sprecher indes ab. SAir will ihren Anteil an Sabena nach der Ratifizierung der bilateralen Abkommen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union (EU) auf 85 Prozent aufstocken.

swissinfo und Agenturen





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