Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Ab nächster Woche trage auch ich beim Einkaufen eine Maske. So will es der Berner Regierungsrat. Doch ich bin in guter Gesellschaft: Für mehr als die Hälfte der Schweizer Bevölkerung gilt mittlerweile eine Maskenpflicht beim Einkaufen.
Herzliche Grüsse aus Bern
Automatische Busse sind nicht mehr Science-Fiction. Bis sie zum Strassenbild gehören, dürfte es aber noch Jahre dauern.
Ich weiss noch gut, als ich das erste Mal in ein führerloses Gefährt stieg. Es war Ende der 90er-Jahre am Flughafen in Frankfurt. Wenige Jahre zuvor war dort die neue Skyline eingeweiht worden. Es fühlte sich an wie real gewordene Science-Fiction.
Ich hatte die Vorstellung, dass schon bald alle Züge und Trams ohne Chauffeur unterwegs sein würden. Nie hätte ich mir damals träumen lassen, dass über 20 Jahre später vollautomatische Busse immer noch nur in der Testphase stecken.
Und es könnte noch Jahre gehen, bis sich solche Systeme etablieren, schreibt Simon Bradley, der sich einen Testbetrieb in Genf angeschaut hat.
- Reportage über den führerlosen Bus auf dem Gelände der Klinik Belle-Idée in Genf…
- … mit Video.
- Automatische Busse sind nicht das einzige Verkehrsprojekt, das Zeit braucht: Die Umsetzung der Neuen Alpentransversale dauerte 30 Jahre.
Erstmals seit April meldet das Bundesamt für Gesundheit (BAG) wieder über 1000 Neuansteckungen an einem Tag.
Lange schienen die Fallzahlen in der Schweiz nur linear zu steigen. Doch seit einer Woche schnellen sie nach oben. Die Behörden führen das auf mehrere Cluster in verschiedenen Kantonen zurück.
«Es ist keine einfache Situation», erklärte Gesundheitsminister Alain Berset gestern. Vor allem bei Privatanlässen habe es zuletzt viele Ansteckungen gegeben. Um einen erneuten Lockdown zu verhindern, müsse sich jeder und jede Einzelne an die Regeln halten.
Die Regierung im Kanton Bern, dem zweitgrössten Kanton der Schweiz, greift nach langem Zuwarten durch und führt Maskenpflicht in öffentlichen Räumen ein. Damit gilt nun in elf Kantonen und für mehr als die Hälfte der Schweizer Bevölkerung eine Maskenpflicht beim Einkaufen.
- Unser Artikel zur momentanen Corona-Situation in der Schweiz.
- Hier haben wir für Sie die Krise in Grafiken zusammengestellt.
- Antworten auf die wichtigsten Fragen zu den rasant steigenden FallzahlenExterner Link liefert Tamedia.
- Das Bundesamt für Statistik (BFS) bietet ebenfalls eine Seite mit umfangreichen Zahlen zum CoronavirusExterner Link.
- Offizielle Informationen über das neue CoronavirusExterner Link auf der Website des Bundesamts für Gesundheit (BAG).
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Bis zu welchem Alter soll man sich wählen lassen dürfen? Eine berechtigte Frage.
Schon vor vier Jahren war Donald Trump die älteste Person, die je in den USA zum Präsidenten gewählt wurden. Heute ist er 74, sein Rivale, Joe Biden, gar 77 Jahre alt. Da stellen sich viele die Frage: Ist das zu alt für ein präsidiales Amt? Immerhin trifft ein Präsident viele Entscheidungen, die erst Jahre oder gar Jahrzehnte später ihre volle Wirkung entfalten.
Eine klare Antwort auf die Frage fand die Schweizer Gemeinde Le Locle. In der Uhrenstadt gilt für die Exekutive: Wer älter ist als 65, ist unwählbar. Ist das diskriminierend? Mein Kollege Renat Künzi ist der Frage nachgegangen.
Biden wäre am Ende seiner ersten Amtszeit 81 Jahre alt – gleich alt wie Bundesrat Adolf Deucher, als dieser 1912 im Amt verstarb.
- Was hat es mit der Altersguillotine von Le Locle auf sich? Unser Beitrag klärt auf.
- Ab welchem Alter soll man wählen dürfen? Ein Standpunkt zum Stimmrechtsalter 16 von Claude Longchamp.
Gewaltverbrechen sind in der Schweiz selten. Umso mehr zu reden gibt derzeit ein Fall aus dem Kanton Tessin.
Was genau vorgefallen ist am vergangenen Freitag in Locarno, ist noch unklar. Klar ist: Eine Gruppe von Maturanden der Kantonsschule Hottingen (Kanton Zürich) hat auf ihrer Abschlussreise im Tessin einen Asylbewerber spitalreif geschlagen.
Der 23-jährige Somalier sagte gegenüber Tamedia, die Schüler hätten ihn rassistisch beschimpft, ehe sie ihn tätlich angriffen. Die Schläger liessen erst von ihm ab, als ein Mitschüler dazwischen ging. Das Opfer liegt immer noch im Spital und soll demnächst operiert werden.
«Als ich informiert wurde, war ich schockiert und überrascht, dass unsere Schüler zu so etwas in der Lage sein sollen und dass diese Schlägerei so eskaliert ist», sagte der Rektor der Kantonsschule Hottingen gegenüber dem Blick. Man habe an der Schule noch nie Probleme mit Gewalt gehabt. Für einen rassistischen Hintergrund gebe es «keine Hinweise».
- Journalisten von Tamedia sprachen mit dem AsylbewerberExterner Link über den Vorfall.
- Der Rektor des Gymnasiums nimmt StellungExterner Link gegenüber dem Blick.
- Die Neue Zürcher Zeitung vergleicht den Übergriff mit dem Fall von MünchenExterner Link, wo 2009 Zürcher Schüler auf einer Schulreise wahllos Passanten angriffen und teils schwer verletzten.
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