Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Spiez am Thunersee, Kärnten, Wien: Das waren lange Zeit die Lebensmittelpunkte von Andrea Loeffel. Wir stellen Ihnen die Pendlerin zwischen zwei Ländern vor.
Das nächste Briefing erhalten Sie ausnahmsweise erst am Dienstag. Beste Grüsse aus Bern und schöne Pfingsten!
Viele denken beim Wort pendeln etwa an die Strecke Zürich-Bern. Aber Pendeln zwischen der Schweiz und Österreich?
Andrea Loeffel denkt nicht nur daran, sondern sie machte genau dies: Vor der Pandemie reiste sie alle zwei Wochen hin und her zwischen Spiez im Berner Oberland, Kärnten und Wien, wo sie studierte.
Die Mutter einer kleinen Tochter machte mit dem Flieger dabei jeweils sogar den Umweg über Ljubljana in Slowenien.
Doch die grenzüberschreitende Pendlerei ist bald Geschichte: Ende Monat werden Mutter und Kind ganz nach Österreich übersiedeln, wo dann endlich die Familie dauerhaft beisammen ist.
Und Andrea Loeffel wird Gastwirtin – in einer Pension mit dem romantischen Namen «Zum Mühlrad». Wir wünschen der mutigen Frau einen guten Start!
- Sie pendeln in ein Auslandschweizer-Leben – der spannende Artikel meiner Kollegin Isabelle Bannermann.
- Wie Auslandschweizer die Schweiz mitgestalten – Beitrag der Kollegen von SRF 2 Kultur.
- Auslandschweizer-Rat: Tiefvernetzte Schweizer mit klarer Perspektive – Beitrag des US-Delegierten David W. Mörker für swissinfo.ch.
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Gesundheitsminister Alain Berset gesteht im TV-Interview Fehler im Kampf gegen die Corona-Pandemie ein. Aber er tut dies auf überraschende Weise.
«Ich habe am Anfang die Wissenschaft zu wenig hinterfragt», so Berset. Hm, ich hätte ehrlich gesagt etwas anderes erwartet. So in der Art: «Ja, wir hatten am Anfang keine Masken und hätten das den Menschen auch so sagen sollen.»
Berset sprach zwar schon die Maskenfrage an: «Wir haben behauptet, dass Masken sogar schädlich sein könnten».
Nun, diese Aussage stammt gar nicht von der Zunft der Wissenschaftlerinnen und Forscher. Vielmehr war es vor allem das Bundesamt für Gesundheit (BAG), das diese Botschaft der verunsicherten Bevölkerung übermittelte. Die angeschossenen Wissenschaftlerinnen und Forscher haben denn auch umgehend reagiert.
Fakt bleibt: Bei Ausbruch der Pandemie hatte die Schweiz keine Vorräte an Hygienemasken. Und auch keine an Desinfektionsmitteln. Dafür hat sie das zweitteuerste Gesundheitssystem der Welt.
- https://www.srf.ch/news/schweiz/bundesrat-ueber-coronapolitik-berset-ich-habe-die-wissenschaft-zu-wenig-hinterfragtExterner Link – Interview mit dem Schweizer Fernsehen SRF
- Das war nicht die Position der «Wissenschaft», sondern die der GesundheitsbehördenExterner Link – Tweet von Ex-Science-Taskforce-Mitglied Dominique de Quervain.
- Wissenschaft schlägt zurück – und zielt auf KochExterner Link – Replik des Blick auf die Wissenschafts-Kritik von Alain Berset.
- Berset: «Die zweite Welle ist da – früher als gedacht»Externer Link – Bericht von SRF News von letztem Oktober. Fachleute hatten schon im Sommer davor gewarnt.
- Von der 2. Welle überrascht? Dokument zeigt, dass das BAG Berset schon im August warnteExterner Link – Recherche von watson.ch
Ja, sie darf und soll: Die Schweiz zahlt illegale Potentatengelder den Ursprungsländern zurück – in Form von Entwicklungshilfeprojekten.
Diese Praxis hat einen klaren Hintergrund: Das Geld soll nicht erneut in die Hände korrupter Herrscher fallen, sondern den Menschen vor Ort zu Gute kommen.
Doch genau dafür musste die Schweiz Kritik einstecken: Paternalistisch sei diese Praktik, hiess es.
Doch die Schweiz hat auch Fürsprecher. Ein wichtiges Merkmal von Rückführung von Raubgeldern bestehe darin, «dass Opferstaaten als Partner auf Augenhöhe behandelt werden. Dies geschieht durch Dialog und Kooperation«, schreibt Oscar Solorzano, Spezialist für Asset Recovery, in seinem Meinungsbeitrag für swissinfo.ch.
- Die Rückgabe gestohlener Staatsgelder ist ein heilender Akt – Oscar Solorzano’s Gastbeitrag.
- Schmutziges Geld sauber zurückgeben – aber wie? – der Beitrag von Kollegin Sibilla Bondolfi, auf den sich Autor Oscar Solorzano bezieht.
- Schweiz als Safe Haven für Potentatengelder – aus unserem Archiv: Dossier über die Never Ending Story der Schweiz als Zielland für geraubte Millionenvermögen.
Yeah, wir sind nicht nur dabei, sondern haben auch Ambitionen: Am Eurovision Song Contest schaffte der Schweizer Gjon’s Tears den Finaleinzug.
Der 22-jährige Sänger aus dem Kanton Freiburg ist am Samstag im Finale nicht nur dabei, sondern kämpft um den Sieg. So zumindest sieht es die Boulevardzeitung.
Der ESC, wie die Kurzbezeichnung des Mega-Events der Unterhaltungsbranche lautet, ist von den einen heiss geliebt, andere verschmähen den Traditionsanlass. Aber keine Geiss schleckt weg, dass der Event neben der Fussball-EM die wohl grösste Aktion zur Völkerverbindung auf dem Kontinent schafft. Und das ohne bierselige Pöbeleien oder gar Prügeleien, sondern ganz friedlich. Und das ist schon mal nicht schlecht.
- Gjon rührte Europa zu TearsExterner Link – Bericht im Blick.
- Seite Seite auf FacebookExterner Link.
- https://douzepoints.ch/Externer Link – Fanseite der Schweizer Kampagne am ESC.
- SRF-Beiträge zu ‘Gjon’s Tears‘Externer Link
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