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Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

Spiez am Thunersee, Kärnten, Wien: Das waren lange Zeit die Lebensmittelpunkte von Andrea Loeffel. Wir stellen Ihnen die Pendlerin zwischen zwei Ländern vor.

Das nächste Briefing erhalten Sie ausnahmsweise erst am Dienstag. Beste Grüsse aus Bern und schöne Pfingsten!

Andrea Loeffel

Viele denken beim Wort pendeln etwa an die Strecke Zürich-Bern. Aber Pendeln zwischen der Schweiz und Österreich?

Andrea Loeffel denkt nicht nur daran, sondern sie machte genau dies: Vor der Pandemie reiste sie alle zwei Wochen hin und her zwischen Spiez im Berner Oberland, Kärnten und Wien, wo sie studierte.

Die Mutter einer kleinen Tochter machte mit dem Flieger dabei jeweils sogar den Umweg über Ljubljana in Slowenien.

Doch die grenzüberschreitende Pendlerei ist bald Geschichte: Ende Monat werden Mutter und Kind ganz nach Österreich übersiedeln, wo dann endlich die Familie dauerhaft beisammen ist.

Und Andrea Loeffel wird Gastwirtin – in einer Pension mit dem romantischen Namen «Zum Mühlrad». Wir wünschen der mutigen Frau einen guten Start!

Philipp Zinniker/OSA

Gesundheitsminister Alain Berset gesteht im TV-Interview Fehler im Kampf gegen die Corona-Pandemie ein. Aber er tut dies auf überraschende Weise.

«Ich habe am Anfang die Wissenschaft zu wenig hinterfragt», so Berset. Hm, ich hätte ehrlich gesagt etwas anderes erwartet. So in der Art: «Ja, wir hatten am Anfang keine Masken und hätten das den Menschen auch so sagen sollen.»

Berset sprach zwar schon die Maskenfrage an: «Wir haben behauptet, dass Masken sogar schädlich sein könnten».

Nun, diese Aussage stammt gar nicht von der Zunft der Wissenschaftlerinnen und Forscher. Vielmehr war es vor allem das Bundesamt für Gesundheit (BAG), das diese Botschaft der verunsicherten Bevölkerung übermittelte. Die angeschossenen Wissenschaftlerinnen und Forscher haben denn auch umgehend reagiert.

Fakt bleibt: Bei Ausbruch der Pandemie hatte die Schweiz keine Vorräte an Hygienemasken. Und auch keine an Desinfektionsmitteln. Dafür hat sie das zweitteuerste Gesundheitssystem der Welt.

Ex-press

Ja, sie darf und soll: Die Schweiz zahlt illegale Potentatengelder den Ursprungsländern zurück – in Form von Entwicklungshilfeprojekten.

Diese Praxis hat einen klaren Hintergrund: Das Geld soll nicht erneut in die Hände korrupter Herrscher fallen, sondern den Menschen vor Ort zu Gute kommen.

Doch genau dafür musste die Schweiz Kritik einstecken: Paternalistisch sei diese Praktik, hiess es.

Doch die Schweiz hat auch Fürsprecher. Ein wichtiges Merkmal von Rückführung von Raubgeldern bestehe darin, «dass Opferstaaten als Partner auf Augenhöhe behandelt werden. Dies geschieht durch Dialog und Kooperation«, schreibt Oscar Solorzano, Spezialist für Asset Recovery, in seinem Meinungsbeitrag für swissinfo.ch.

Keystone / Robin Van Lonkhuijsen

Yeah, wir sind nicht nur dabei, sondern haben auch Ambitionen: Am Eurovision Song Contest schaffte der Schweizer Gjon’s Tears den Finaleinzug.

Der 22-jährige Sänger aus dem Kanton Freiburg ist am Samstag im Finale nicht nur dabei, sondern kämpft um den Sieg. So zumindest sieht es die Boulevardzeitung.

Der ESC, wie die Kurzbezeichnung des Mega-Events der Unterhaltungsbranche lautet, ist von den einen heiss geliebt, andere verschmähen den Traditionsanlass. Aber keine Geiss schleckt weg, dass der Event neben der Fussball-EM die wohl grösste Aktion zur Völkerverbindung auf dem Kontinent schafft. Und das ohne bierselige Pöbeleien oder gar Prügeleien, sondern ganz friedlich. Und das ist schon mal nicht schlecht.

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