Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Normalerweise schaue ich kein Fussball. Gestern setzte ich mich meiner Tochter zuliebe vor das Tablet – und war bis spätabends nicht mehr davon wegzubringen. Was für ein Spiel!
Herzliche Grüsse
Die Medien kennen heute kein anderes Thema: Der gestrige Penalty-Sieg gegen Frankreich. Die Schweiz hat den Fussball-Weltmeister tatsächlich aus der EM gekickt.
Es war nichts für schwache Nerven: Erst führte die Schweiz mit 1:0. Dann verschoss Ricardo Rodriguez einen Penalty, woraufhin die Schweizer den Mut verliess und die Franzosen auf 3:1 davonzogen.
Dann die Sensation: In der 81. Minute schiesst die Schweiz den Anschluss zum 2:3 und nur wenige Sekunden vor Spielende den 3:3-Ausgleich! Es wird also verlängert. Nach 120 Minuten ist klar: Es gibt Elfmeterschiessen. Niemand glaubt an die Schweizer… doch dann…
Sogar CNN pushte die Nachricht um 23:57 Uhr: Der amtierende Weltmeister Frankreich sei von der Schweiz «in a thrilling penalty shootout» rausgeschmissen worden. Dem Schweizer Torhüter Yann Sommer gelang es, den Schuss des französischen Stars Kylian Mbappé zu halten. Zum ersten Mal seit 1954 schafft es die Schweizer Nati an einem grossen Turnier in einen Viertelfinal.
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Die Schweiz ist in Sektoren führend, die einem relativ hohen Bestechungsrisiko im Ausland ausgesetzt sind.
In den letzten fünf Jahren sind in der Schweiz elf Personen und sieben Unternehmungen wegen Bestechung ausländischer Amtsträger verurteilt worden.
Diese Zahlen sind nicht hoch, aber es ist zu mehr Verurteilungen als in der Vergangenheit gekommen.
Die OECD ist zufrieden mit dieser Entwicklung; einige Experten warnen aber vor Mängeln im System. Denn die Verfahren sind komplex und dauern lang.
- Den ganzen Artikel finden Sie auf swissinfo.ch.
- Die Website der NGO Transparency InternationalExterner Link, die sich der Korruptionsbekämpfung verschrieben hat.
- Aus unserem Archiv: Die Schweiz könnte mehr gegen Korruption tun; Wirtschaftskriminelle versuchen, die Presse mundtot zu machen.
Die Lohnschere hat sich im Corona-Jahr gemäss einer Studie einer Gewerkschaft weiter geöffnet. Während «normale» Arbeitnehmende mit existenziellen Nöten kämpfen, erhielten Aktionäre Dividenden in Milliardenhöhe.
Die Corona-Krise hat laut der Studie der Unia viele Arbeitnehmende aufgrund von Kurzarbeit und pandemiebedingter Arbeitslosigkeit in existenzielle Nöte gebracht.
Dagegen hätten die CEO sowie Aktionärinnen und Aktionäre profitiert. «Die Lohnschere bleibt auf sehr hohem Niveau weit offen», schreibt die Gewerkschaft Unia in ihrer am Dienstag veröffentlichten jährlichen Lohnschere-Studie.
Das Verhältnis zwischen dem höchsten Lohn in einem Unternehmen und dem tiefst möglichen lag im gesamtschweizerischen Durchschnitt bei 1 zu 137. Unia untersuchte 37 mehrheitlich börsenkotierte Unternehmen.
- Der Artikel im Tages-AnzeigerExterner Link (Paywall). Die Meldung finden Sie auch bei TelebaselExterner Link.
- Die Lohnschere-Studie 2021 der Unia finden Sie hierExterner Link.
- Eine aktuelle Meldung zu den Lohnunterschieden nach der Lehre finden Sie auf swissinfo.ch.
- Aus unserem Archiv: Ist die Schere zwischen Reich und Arm ein Problem?; «Wir müssen die Schweiz vor dem sozialen ‚Meltdown‘ bewahren».
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Die Initiative für eine 13. AHV-Rente ist formell zustande gekommen. Nun befasst sich der Bundesrat mit dem Anliegen.
Die Volksinitiative «Für ein besseres Leben im Alter (Initiative für eine 13. AHV-Rente)» des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes will das Rentenniveau erhöhen.
Konkret verlangen die Initiant:innen eine dreizehnte Auszahlung der Rente, auf die man in der AHV Anspruch hat. Das würde einer Erhöhung der AHV-Renten um 8,33 Prozent entsprechen.
Vor allem Personen mit tiefen und mittleren Einkommen würden begünstigt. Als nächstes muss nun der Bundesrat zur Initiative Stellung beziehen.
- Die Meldung bei NauExterner Link.
- Aus unserem Archiv: Bezahlt die Schweiz zu hohe Renten?
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