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Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

"Syt dihr öpper oder nämet dihr Lohn?", soll die legendäre Berner Patrizierin Madame de Meuron Fremde jeweils von oben herab abgeputzt haben. Tatsächlich gibt es auch heute Menschen, die vom Vermögen leben können. Bald stimmen wir darüber ab, ob Kapitaleinkommen stärker besteuert werden sollen als Löhne.

Herzliche Grüsse

Initianten
© Keystone / Peter Klaunzer

«Geld arbeitet nicht – du schon!»: Am 26. September kommt die 99%-Initiative an die Urne. Im Interview mit SWI swissinfo.ch standen eine Befürworterin und ein Gegner Rede und Antwort.

Mit der Volksinitiative «Löhne entlasten, Kapital gerecht besteuern» (99%-Initiative) verlangen die Jungsozialist:innen, dass Kapitaleinkommen ab 100’000 Franken bei der Steuerberechnung anderthalbfach gezählt werden.

Juso-Präsidentin Ronja Jansen argumentiert: «Wir wollen 99% der Bevölkerung entlasten.» Und jene stärker zur Kasse bitten, die so viel Kapital besässen, dass sie nicht mehr arbeiten müssten.

Der FDP-Nationalrat Andri Silberschmidt hält dagegen: «Ich gehe nicht davon aus, dass bei Annahme der Initiative am Schluss mehr Steuereinnahmen zur Verfügung stehen, weil die Auswirkungen auf die Wirtschaft verheerend wären.»

Musiker
Keystone / Balazs Mohai

Dub- und Reggae-Pionier: Der weltbekannte jamaikanische Musiker Lee «Scratch» Perry, der jahrzehntelang in der Schweiz lebte, ist im Alter von 85 Jahren verstorben.

Ende der 1980er-Jahre lernte Perry eine Schweizer Domina kennen und zog nach Einsiedeln. Er gründete eine Familie und ein Tonstudio – und blieb über 30 Jahre.

An der Schweiz schätzte Perry laut Tages-Anzeiger unter anderem das kalte Klima. Die Hitze der Karibik habe seine Schaffenskraft gestört.

Laut 20 Minuten und SRF allerdings ist er vor Kurzem nach Jamaika zurückgekehrt, gerade weil es in der Schweiz zu kalt sei. Er brauche Jamaikas Sonnenschein. Auch habe er sich über die Anti-Corona-Massnahmen beschwert.

Sydney Oper
Keystone / Joel Carrett

Die Aargauer Zeitung berichtet, wie Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer die Corona-Krise in Australien erleben.

«Sydney ist eine Geisterstadt», sagte ein Aargauer, der seit 27 Jahren in der Metropole lebt. Seit Ende Juni ist die grösste Stadt Australiens im Lockdown.

Soldaten sorgen dafür, dass die Einwohner sich nicht treffen. Das sei gerade für ältere Leute schwierig, so der Auslandschweizer. «Viele von ihnen sind eingeschüchtert und haben Angst.»

Eine junge Aargauerin findet das Verhalten der australischen Regierung problematisch. Ihr fehlt in Australien eine gesunde, kritische Debatte über die Covid-Strategie. «Die Schweizer denken selbstständiger, in Australien ist man eindeutig staatsgläubiger.»

Drei Männer
Keystone

Bleiben wir beim Thema Auslandschweizer: Der Blick porträtiert einen der wenigen Schweizer Emmy-Gewinner, und im Landboten kommt ein ehemaliger Präsident der Jungen SVP zu Wort, der in Kuba ein Hilfswerk gegründet hat.

Der Basler Komponist Mark Bächle, der mit 19 in die USA gezogen ist, hat vor drei Wochen in Los Angeles einen Emmy Award gewonnen, den bedeutendsten Fernsehpreis der USA. In der Schweiz hätte er kaum eine solche Karriere hingelegt.

In den USA ist Bächle heimisch geworden, er will nicht zurück in die Schweiz. Das Leben in den USA könne zwar sehr unbarmherzig sein, «es bietet aber noch immer wahnsinnig viele Möglichkeiten».

Mark Kuster, einst Präsident der Jungen SVP Schweiz und seit 2003 Auslandschweizer, erzählt im Landboten von seinem Engagement für Kinder und Jugendliche auf Kuba. Seit bald zwanzig Jahren arbeitet er vollamtlich für sein eigenes Hilfswerk – für einen Jahreslohn von 30’000 Franken.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Emilie Ridard

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Jährlich kehren über 20’000 Schweizer aus dem Ausland in die Schweiz zurück. Manche, weil sie müssen, andere, weil sie wollen. Wie ist es bei Ihnen? Zum Artikel Nach den Stürmen des Lebens zurück in die Ruhe der Schweiz Zum Artikel Schlechte Zeiten, um auf der Insel Fuss zu fassen Zum Artikel Rückkehr, weil in der Schweiz die…

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